Freitag, 1. Januar 2016

Thoughts: Comfort Zones!

Hallo meine Lieben,
der letzte Gedankenpost ist schon einige Zeit her, aber ich finde sowas ist auch nichts was man einfach 1x die Woche produzieren kann, vielmehr sollte es von Herzen kommen und etwas aussagen, was man wirklich loswerden will.
Bevor ich hier auf mein heutiges Thema eingehen möchte, verlinke ich euch die letzten Gedankenposts mal in chronologischer Reihenfolge (1, 2, 3). Ich habe mir die eben nochmal durchgelesen und finde es eigentlich super nochmal schwarz auf weiß zu sehen, was mir zu einer bestimmten Zeit gerade durch den Kopf gegangen ist und wie sich die Dinge geändert haben.

Im letzten Gedankenpost konntet ihr noch von meiner Vorfreude lesen nach Berlin zu ziehen und diese Freude war mehr als begründet. Ich hatte die 6 Monate eine wirklich tolle Zeit, hatte super Chefs beim Praktikum und später auch noch tolle Mitpraktikanten (war am Anfang die einzige Praktikantin). Ich habe dennoch gemerkt, dass etwas fehlt...das ich irgendwie noch nicht bereit bin mich voll und ganz ins Arbeitsleben zu stürzen. Ich habe zwar im Praktikum viel gelernt und war auch interessiert, aber der Gedanke "Das kanns doch noch nicht gewesen sein.", ließ mich einfach nicht los. Ich habe einen großen Traum, den ich schon seit Jahren in die hinterste Schublade meines Gehirns verbannt habe. Bereits nach dem Abitur wollte ich immer ins Ausland, ich habe immer gesagt "Nach dem Abi gehts in die USA", plötzlich hatte ich mein Abi und nichts geschah. Mit den typischen Gründen, wie "kein Geld", wurde dieser Traum, dann wieder weggeschoben und ich nahm mein Studium auf. Weitere 3 Jahre vergingen und ich hatte wieder keine Ambitionen meinen Traum zu erfüllen, da ich ehrlich gesagt auch Angst hatte. Dann im letzten Semester, habe ich das Praktikum aufgenommen und dann hat es endlich klick gemacht!
Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn ich es jetzt nicht mache, bekomme ich keine weitere Chance mehr, denn man kann nicht mal eben für längere Zeit ins Ausland wenn man einen festen Job hat (es sei denn man machts vom Job aus).
Und dann habe ich eine verdammt schwere Entscheidung treffen müssen, da ich aus finanziellen Gründen meine Zelte in Berlin abbrechen musste. Die Reise ist natürlich nicht günstig, daher sind Einsparungen wie Miete, Ticket und regelmäßige Fernbusfahrten mehr als notwendig gewesen.

USA ist es dann aber doch nicht geworden, da Thailand und Südostasien für mich im Moment reizvoller sind und es als unerfahrener Backpacker einfacher ist. Ja genau, mit den Rucksack werde ich unterwegs sein und ich kann es mir ehrlich gesagt noch gar nicht so recht vorstellen. Ich finde eh, dass dieser ganze Trip so surreal ist. Jahrelang denkt man darüber nach, Monate lang plant und spart man und jetzt sind es nur noch ein paar Tage bis der Flieger geht (wenn ihr das lest, bin ich bereits da, aber ich wollte den Blogpost bereits vorbereiten). Wenn Leute davon erfahren, werde ich meist mit großen Augen angestarrt, wenn sie dann noch erfahren, dass ich alleine aufbreche, dann kippt die Kinnlade runter.
Und dann kommt die Frage "Hast du keine Angst?" und Leute ich kann euch sagen, ich habe riesige Angst, weil ich sowas noch nie gemacht habe, ich auf mich alleine gestellt bin, ich verdammt weit weg von Zuhause bin und und und, doch ich habe vielmehr Angst davor, als Rentner auf der Couch zu sitzen und an all die Dinge zu denken, die ich gerne in meinem Leben gemacht hätte.
Ich weiß, dass es mir verdammt gut tun wird, nur mit den wichtigsten Sachen auf meinem Rücken, eine neue Kultur und eine neue Lebensweise kennenzulernen und das ich Erfahrungen, Erlebnisse und Menschen kennenlernen werde, die ich mein Leben lang nicht vergesse.
Was ich mir aber schon vorgenommen habe, ich werde die typischen Party Gegenden auslassen, wie Pattaya und Phuket, da ich für sowas echt nicht zu haben bin. Natürlich wird es auch nicht leicht Gebiete zu finden, die nicht von Touristen überlaufen sind, da Thailand Jahr für Jahr touristischer wird und ich auch noch zur Haupturlaubszeit fliege. Das sind eher so die Gedanken die ich mir mache. Wie lange ich bleiben werde weiß ich auch noch nicht, da ich nur ein One-Way Ticket habe, zudem habe ich nur ein Hostel für die ersten 3 Tage gebucht und mehr nicht.
Als chronischer Planer ist das für mich der absolute Albtraum, aber ich kenn mich ja auch. Wenn ich anfange zu planen, schmeiße ich am Ende eh wieder alles über den Haufen und mach was anderes. Zumal ich so die Freiheit habe an bestimmten Orten länger zu bleiben, wenn es mir gefällt oder eher Abzureisen, wenn es mir nicht gefällt.
Es kann sogar sein, dass ich nach einer Woche wieder zurückfliege, weil ich gemerkt habe, dass es nichts für mich ist oder vielleicht komme ich auch mit dem Klima nicht klar oder sonst was.
Es ist komplett ungewiss!
Das Klima ist noch so eine Sache über die ich mir Gedanken mache, ich denke ich kriege da erstmal richtig nen Schlag und Jetlag auch noch.
Meine Eltern haben schon gesagt, dass sie glauben, dass ich vor Februar wieder da sein werde und selbst wenn es so ist, wichtig ist nur, dass ich über meinen Schatten gesprungen bin, neue Erfahrungen gemacht habe und daraus lerne, dann hat es sich für mich schon gelohnt.

Wie gehts dann hier auf dem Blog weiter? Also, ich habe bereits einige Blogposts vorbereitet, damit hier trotzdem was passiert und ich erstmal Zeit habe mich zu akklimatisieren. Auf meinem zweiten Blog, welcher ein Reiseblog ist, werden dann (hoffentlich) regelmäßig Berichte kommen und hier hoffentlich auch. Vermutlich eher weniger Outfits, da ich nicht viel mitnehmen kann, aber wir werden sehen. Zudem wird auch hoffentlich mein Instagram Account mit neuen Bilder gefüttert.
So, ganz schon langer Text, aber das musste raus!
Mich würde mal interessieren, ob ihr auch solche Träume habt und ob ihr plant diese zu erfüllen?

Ein passendes Zitat zum Schluss: Great things never came from comfort zones!


Kommentare:

  1. Wow, ich bewundere dich, dass du so einen großen Schritt gewagt hast und dir diesen Traum erfüllt hast. Ich wünsche mir nichts sehnlicher als die Welt zu bereisen, in die verschieden Länder, Städten, Orte zu blicken, die Kultur genießen und einfach was neues zu erleben. Aber bei mir wird sich das noch sehr lange dauern, bis ich mir das erfüllen kann - aber das wichtigste ist ja, ich bleibe und stehe zu meinem Traum und ich werde sie irgendwann erfüllen, sei es auch in 10 Jahren.
    Ich wünsche dir viel viel viel Spaß auf deiner Reise und ich freue mich schon auf deine Berichte über die Reise im zweiten Blog! :))
    Liebe Grüße Nathalie <3
    http://passionineverything.blogspot.co.at

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  2. Wow, was für ein großer Schritt!
    Ich wünsche dir alles Gute, pass auf dich auf Liebes!

    Happy New Year! ♥
    Selly
    von SellysSecrets || Instagram

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  3. Wünsche dir viel Spaß bei deiner Reise! Happy New Year :)
    Liebste Grüße,
    Rebecca von http://becciqueeen.blogspot.de/

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  4. Wow, das ist sooo krass und sooo mutig! :)
    Ich finde das echt bewundernswert und es ist einer perfekter Start ins neue Jahr!
    Viel Spaß und viel Erfolg dort :D

    Liebste Grüße,
    Tanachi

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  5. ich kann deine Gedanken vollkommen nachvollziehen :) Und ich finde es gut, dass du den Schritt gewagt hast. Ich bin sehr auf deine Weiteren Posts gespannt und auf deine Bilder bei Insta :)

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