Türkei Teil 3: Reiten & schwimmen im Gebirgswasserfall

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Hallo meine Lieben,

heute gibt es den dritten Teil meiner Türkei Reihe. Heute
will ich euch von meinem Erlebnis im Gebirge und das Reiten erzählen. 

Der Tag startete mit dem Gewissen, das ich kurz nach dem
Frühstück das erste Mal seit Jahren wieder reiten sollte. 30min Schnupperreiten
ist kostenlos und sollte dem Reitlehrer zeigen, ob man nun reiten kann oder
nicht und ob man ausreiten darf, bzw. welche Tour man machen darf. Schlau wie
ich bin, habe ich natürlich keine passende Kleidung eingepackt, lediglich eine
sehr dünne Stoffhose, die mir keinen Halt auf dem Sattel gab. Chaps und Helm
konnte man sich aber kostenfrei ausleihen. 9 Uhr stand ich also auf der Matte.
Am Abend zuvor habe ich darum gebeten doch nen Opi zu kriegen, also gab man mir
einen 21 Jährigen Schimmel, der jedoch fit wie ein Turnschuh war. Reiten hat
soweit auch sehr gut geklappt, doch der Reitlehrer wollte mir unbedingt ein
jüngeres Pferd geben. Erkenntnis des Tages war: Der Reitlehrer spricht zwar
fließend Deutsch, aber die Bedeutung von „Nein“ ist ihm nicht geläufig. Prompt
saß ich also auf einem neuen Pferd
, ein wesentlich jüngerer Araber, der sobald
ein anderes Pferd ihm zu nahe kommt, gerne mal tritt. Ziemlich schwierig
anderen Pferden nicht zur nahe zu kommen, wenn man auf einem kleinen Platz mit
4 Pferden ist, aber nun gut, ich hab es überlebt. Da ich mich wohl nicht ganz
so blöd angestellt habe, obwohl ich mir den Spitznamen „Uroma“ verdient habe,
der mich die ganze Woche verfolgen sollte, durfte ich ins Gelände. Da eine
Freundin ebenfalls mit mir auf dem Platz war, schlug der Reitlehrer uns vor,
doch jetzt direkt ins Gelände zu gehen. Naja, sagen wir mal so…Uroma wollte
sich lieber am Pool von dem Schrecken erholen
, aber wie gesagt, das Wort „Nein“
hat wohl keine Bedeutung.

Dann saß ich also auf Özan (bin mir nicht mehr ganz sicher),
bat die anderen Gäste die lachend neben mir standen, doch ein kurzes Stoßgebet
zum Himmel
zu senden und sah nur noch mein Leben an mir vorbeiziehen. Das ist
natürlich die totale Übertreibung. Mir wurde ziemlich schnell klar, dass ich
nicht viel machen brauchte, da die Pferde die Strecke schon in und auswendig
konnten
. Also einfach festhalten und den Ritt genießen. Der Ausblick war der
Hammer, sind durch kleine Dörfer geritten, vorbei an winzigen Häuschen, wo
Einwohner saßen, die uns zu gewunken haben, vorbei an Kühen, Schafen, Hunden
und Katzen
. Ein besonderer Moment war auf für mich, als wir in einem kleinen
Dorf waren, hat der Reitlehrer mir eine Frucht von einem Baum gepflückt, es sah
aus wie eine Aprikose, aber doch anders. Jetzt weiß ich, dass es eine Mispel
war. Ich habe einfach intuitiv die Haut abgemacht, Kerne abgemacht und
reingebissen. Die sind sooo lecker und so süß! Habe sie vor kurzem beim Türken
meines Vertrauens entdeckt und mich erst mal mit den Teilen eingedeckt. Hier
sind sie nicht so süß, aber dennoch lecker und auch eine schöne Erinnerung

Zu den „Reitwegen“ an sich kann ich nur so viel sagen, in
Deutschland würde das niemals durch gehen
. Ich glaube in Deutschland würde man
noch nicht mal auf die Idee kommen, dort mit oder ohne Pferd langzugehen. Es
war wirklich ein Erlebnis, direkt und ungesichert an Schluchten entlang
zureiten
.

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Als wird dann endlich am Gebirgswasserfall angekommen sind,
hat es mir wirklich die Sprache verschlagen. Das Wasser war Türkis und man
konnte bis auf den Grund gucken. Es war zwar so furchtbar kalt, aber nach dem
langen Ritt und den hohen Temperaturen in der Sonne (obwohl es vormittags war),
war es eine willkommene Abkühlung. Wir sind dann an den Steinwänden
hinaufgekletter
t, immer höher und höher, um zum ursprünglichen Wasserfall zu
gelangen
. Der ist natürlich nicht so imposant gewesen, wie man die Wasserfälle
aus Filmen kennt, doch es war wirklich schön und idyllisch. Neben Fröschen und
Schildkröten
zu schwimmen, die vor einem flüchten, ist einfach ein tolles
Erlebnis
. Wir sind von Felsen ins kalte Wasser gesprungen, haben Fotos gemacht
und einfach Spaß gehabt
. Es ist eine tolle Erinnerung und ich bin froh, dass
ich meine innere Uromi überwunden habe und mit geritten bin. 

Der Rückweg war ganz entspannt, sind getrabt und galoppiert,
was mit nasser Kleidung richtig erfrischend war. Auf dem Rückweg gab es dann noch
eine Mispel für die Uroma
und ich war glücklich!

Im nächsten Teil erzähle ich euch von meinen Trips nach
Kemer
und den Kochkurs den ich gemacht habe!

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2 Kommentare

  1. Anna Diaries
    7. Juni 2015 / 9:51

    Der See sieht so genial aus *-* Und auch reiten würde ich gerne mal wieder.Ich nehme an: Ein Türkei Urlaub sollte geplant werden :)Wunderschöne Fotos, toller Bericht! Nun mag ich auch…Lg Annawww.the-anna-diaries.de

  2. Sophie
    8. Juni 2015 / 0:09

    Oh tolle Eindrücke, sieht alles ganz wunderbar aus, da wird man schon neidisch! 😛 Ich war noch nie in der Türkei 🙂 Aber bald fliege ich nach Griechenland (wo ich auch noch nie war) und freue mich schon total! 🙂

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