Koh Tao: Ankunft und ein Traum von einem Bungalow!

Hallo meine Lieben,

ich hoffe bei euch ist alles tutti, ich liege gerade schon
eingemummelt im Bett und kühle meine Sonnenbrände. Was man halt so macht auf
einer Insel. Genau, ich bin nun nicht mehr in Bangkok, stattdessen hat mich das
richtige Urlaubsfeeling
erwischt, denn es ging nach Koh Tao.

Von Bangkok aus bin ich mit dem Bus und der Fähre innerhalb
von ca. 12 Stunden
in Koh Tao angekommen. Das Buchen klappt total einfach über
Reisebüros die es auf der Khao San Road wie Sand am Meer gibt. Ich habe 1100
Baht bezahlt, was ca. 28€
ist. Finde ich persönlich okay, ob es auch noch
günstiger geht, da ich mich an den Tipp von Conny (von planetbackpack.de)
gehalten habe und das Lomprayah (?) Reisebüro genommen habe. Mir wurden auch
Bilder vom V.I.P. Bus gezeigt, schön viel Platz, Klimaanlage, etc., Ende vom
Lied war dann, dass es ein stink normaler Reisebus war, so wie man sie in
Deutschland kennt, also nichts mit V.I.P. Da ich aber auch keine hohen
Erwartungen hatte, war es völlig in Ordnung, zumal der Bus nicht ausgebucht war
und ich den Nebenplatz auch noch für mich hatte. Konnte sogar schlafen, was für
mich sehr ungewöhnlich ist, aber man konnte es sich total bequem machen. Wir
hatten 40 Minuten Verspätung (der Bus vom Tag vorher hatte 2 Stunden
Verspätung)
, aber auch das liegt leider an der Tagesordnung, mit German
Pünktlichkeit
ist hier nichts. Man muss das positiv sehen und Geduld üben.

Als wir dann an der Fähre angekommen sind, hieß es wieder 2 ½
Stunden warten
, also wurde es sich rasch auf einer Bank bequem gemacht. Die
Fahrt mit der Fähre hat ca. 3 Stunden gedauert und war wirklich super. Ich
hatte auch keine richtige Fähre, sondern einen Katamaran, daher ging es
flotter. Habe mich da schon mit den ersten Leuten ausgetauscht wo das beste
Hostel, Bar, Restaurant,
etc. ist, habe dann noch gesehen wie ein Mönch ein
Selfie gemacht hat
und dann waren wir auch schon da.

Mit dem Taxi (ja wurde
schon wieder abgezockt) ging es dann zu meinem Hotel dem „The Earth House“. Es
ist kein richtiges Hotel, sondern lebt zum größten Teil von der Bar die wohl
auf ganz Koh Tao bekannt ist, da sie jegliche Biersorten führen.
Oberhalb und
umringt von Plantagen stehen ca. 8-10 super süße Bungalows. Es ist wirklich nur
ein Raum mit Bett und Kommode, aber mehr braucht man auch nicht. Die Duschen
und das Bad wird sich geteilt, was meiner Meinung nach auch völlig in Ordnung
ist, da ich pro Nacht umgerechnet gerade mal 10€ zahle. Ich habe auch ein paar
andere Backpacker kennengelernt und die zahlen pro Nacht im Hostel mit einem 10
Personen Dormroom den gleichen Preis. Ich hatte auch richtig Glück, da ich den
letzten Bungalow ergattern konnte. Werde zwar auch nur 3 Tage hier bleiben und
es danach wieder ausgebucht ist, aber ich genieße die Zeit hier total. Unten im
Aufenthaltsbereich gibt es auch noch jede Menge Hängematten, eine Outdoor
Dusche und eben die Bar.
Man bekommt auch ab und an mal tierischen Besuch, als
ich eine Nacht spät zurück gekommen bin, aber noch skypen wollte, habe ich mich
neben die Bar gesetzt, die bereits geschlossen hatte. Plötzlich kam eine Katze
angeschlichen, habe sie gekrabbelt und was macht sie?
Macht es sich mitten auf
meinem Rucksack bequem und schläft eine Runde. Habe mit meinen Eltern geskyped
die es einfach nicht fassen konnten. Das war so süß, ein Foto habe ich auch
gemacht,
lade es hier auch hoch. Natürlich muss man auch damit rechnen, dass
nicht nur süße Katzen einem einen Besuch abstatten, sondern ebenfalls Insekten
jeglicher Art
. Vorhin in der Dusche habe ich beispielsweise eine riesen Spinne
gesehen oder an einem Morgen hatte ich Ausscheidungen von irgendeinem Tier auf
meiner Veranda.
So ist die Natur halt und ich finde es klasse!

Die Besitzerin ist ein Engländerin und super nett, als ich angekommen bin hat sie mich direkt mit Vornamen angesprochen und da sie meist auch in der Bar ist und man, wenn man zum Bungalow möchte, dort vorbei muss, wir auch immer wieder ein bisschen Smalltalk betrieben.

Es sind allgemein viele Engländer und Iren in der Bar, aber auch auf der ganzen Insel.

Die Lage war eher so naja, man konnte zwar zum Pier laufen und ebenfalls zu einem Strand, aber es ist sehr hügelig und im Prinzip ist man auf Koh Tao ohne Scooter aufgeschmissen. Da ich mich hier nicht in den Verkehr schmeißen möchte, sondern was das Roller fahren betrifft eher kleine anfangen möchte, bin ich eine der wenigen Fußgänger. Es gibt keine Bürgersteige, das macht die Sache nicht einfacher. Schließlich habe ich am zweiten Abend noch Leute kennengelernt und war mit denen was trinken, da ich zwar wusste wie ich zurück komme, aber nicht ob das alles so sicher ist, habe ich mich früher verabschiedet und BINGO! Die letzte Straße die ich gehen musste war pechschwarz!

Zudem ist auf der selben Straße ein Animal Rescue Center und die Straßenhunde lungern immer davor. Man weiß halt nie wie die reagieren, da ich schon mehrmals von denen angepöbelt wurde. Da ich mir doch nicht 100%ig sicher war, dass es dort ist, habe ich eine Thai Familie gefragt, die am Straßenrand Essen verkauft haben. Die ganze Familie haben sich engeschaltet und schließlich meinen Verdacht bestätigt. Zuguterletzt sagte ein Mädchen noch zu mir “Good luck and take care!”.

Danke danke, sehr beruhigend. Ich stiefel also los und ungefähr in der Mitte der Straße kriege ich Schiss und wollte gerade umdrehen, da sehe ich ein Licht hinter mir. Wollte dann all meinen Mut zusammen nehmen und mithilfe des Lichts von Roller schnell weiterlaufen, da ich wusste, dass es nicht sehr weit sein kann. Aber dann passierte etwas, und dafür liebe ich die Thais so, da war der Junge und ein kleines Mädchen von der Familie auf dem Roller, er wollte sicher gehen, dass ich gut ankomme. Er ist bis zum Earth House neben mir gefahren und hat den Weg erleuchtet. Könnt euch ja vorstellen, dass ich mich tausendmal bedankt habe. Ich sehe das sowieso immer und immer wieder was für herzliche, liebe und gütige Menschen die Thailänder sind (gibt natürlich auch schwarze Schafe). Habe auch schon die unglaublichsten Geschichten von anderen Backpackern gehört, da können wir uns alle mal eine Scheibe von abschneiden.

So, wieder endlos langer Text, hier die Bilder!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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