Annapurna Circuit Trekking Tagebuch Teil 2

Tag 7: Von Humde nach Manang

Heute war ein kurzer Tag, da wir endlich Manang erreichten
und das nach 2,5 Stunden. Es warteten auf uns:


Gutes Essen


Eigenes Bad


Wlan


Tatsächlich jede Menge andere Wanderer


„Kinos“


Ein Museum


Zimtschnecken!!!


Ruhetag

Vor allem den Ruhetag hatte ich richtig nötig, da es bei mir
langsam losging mit der Atemnot im Ruhezustand. Ich bin gestern Nacht nach Luft
japsend aufgewacht und musste erstmal ne Runde hyperventilieren, um wieder klar
zu kommen. Sehr beruhigend sowas!

Von Humde nach Manang – 7,7km / 2,5 Std.

Tag 8: Ruhetag in Manang

Der wunderbare Ruhetag an den ich mich nur mit Freuden
zurückerinnern werde, wurde damit verbracht sich so krass zu streiten, dass ich
mir meinen eigenen Rucksack gekauft habe und wir getrennte Wege gehen wollten.
Haben dann zwar nochmal die Kurve gekriegt, aber als „ruhig“ kann man diesen
Tag sicher nicht bezeichnen.

Tag 9: Von Manang nach Letda

Irgendwo habe ich mal aufgeschnappt, dass man nicht mehr als
500 Höhenmeter gewinnen soll, naja…heute waren es schon mal 600 nach Letda. Ich
muss auch ehrlich sagen, dass ich bereits beim ersten Anstieg zur ersten Stadt
nach Manang am Zweifeln war, ob das alles eine gute Idee ist. Ich hatte so
starke Atemprobleme, dass wir kaum vorankamen. Zum Glück hat es sich nach einer
Weile gelegt und mit genügend Pausen, kamen wir doch noch gut voran. Höher als
Letda wollten wir dennoch nicht gehen, obwohl es noch früh war, da wir eigentlich
nicht in Eile waren.

Von Manang nach Letda – 12km / 5,5km

Tag 10: Von Letda bis zum High Camp

Okay okay, ich habe es hier schon oft gesagt, aber DAS war
der schlimmste Tag bisher! Ich fasse es immer noch nicht, dass wir es wirklich
geschafft haben, vor allem wenn ich mir so den Verlauf des Tages anschaue. Ging
gut los, wir waren welche der ersten, die gestartet sind, da wir ziemlich
langsam unterwegs waren. Es ging an Schluchten und Eselskacke vorbei und dann
hat mein Travelbuddy beschlossen eine kleine Exkursion zu machen. Wir standen
an einem Weg, der sich spaltete, einer ging nach oben und der andere nach
unten. Ich wollte selbstverständlich den unteren nehmen, da ich wusste, dass es
heute kein Zuckerschlecken wird und ich nicht unnötig Energie verballern
wollte. Mein Travelbuddy hingegen, hat den Bear Grylls in sich entdeckt und
wollte nach oben, einen „Gletscher“ sehen. Ich dachte immer Gletscher wären
Berge von Eis im Wasser, aber das ist eine andere Diskussion. Er schaute also
bei Maps.me nach dem Weg (ich auch) und sagte „Kein Problem, die Wege treffen
sich wieder“. Mein Maps.me zeigte unten lang, also ging ich den scheinbar
einfacheren Weg. Ich machte mir ehrlich gesagt ein wenig Sorgen, da immer was
passieren kann und kein Mensch davon erfahren wird, wenn man alleine unterwegs
ist. Als ich dann einen Guide und einen Porter vor mir gesehen habe, die ich
bereits aus Letda kannte, wusste ich, dass ich den richtigen Weg genommen habe.
Es ging über eine kleine Brücke und dann nochmal steil bergauf. Meinen
Travelbuddy konnte ich weit und breit nicht mehr sehen und auch die Gabelung,
die wieder in meinen Weg führen sollte, war unersichtlich. Ich kämpfte mich
also einen Berg hinauf und oben saßen ein paar Wanderer. Ich fragte Logan, den
Amerikaner nach eine Karte, in der ich nach dem zweiten Weg suchen wollte und
erzählte ihm, dass mein Travelbuddy einen Gletscher sehen wollte, zudem sprach
ich mit einer israelischen Gruppe, ob sie ihn gesehen haben, aber nichts. Nach
einer Weile sah ich dann ganz weit entfernt einen ekelhaft gelben Rucksack und
wusste direkt, dass er es sein muss, denn die Farbe seiner Regenplane brennt
immer noch in meinen Augen. Dann eine zweite Ewigkeit später war er da und
musste zugeben, dass es wohl keine gute Idee war, den anderen Weg zu nehmen, da
es irgendwann gar kein Weg mehr war. Nach einer Pause ging es weiter und so gut
wie jeder Wanderer an dem Tag sprach uns an nach dem Motto „Ach, du hast deinen
Freund wiedergefunden“. Das sollte jedoch nicht die größte Herausforderung
gewesen sein, denn vom Base Camp bis zum High Camp sind es nur 1,5km, jedoch
400 Höhenmeter. Es ging so steil in die Höhe und wir kamen wirklich gar nicht
voran. Es war das anstrengendste was wir bisher machen mussten und wir waren
halb tot, als wir endlich angekommen sind. Von Ruhe war dann leider auch
nichts, da das High Camp ziemlich überfüllt und verdammt kalt war.

Von Letda bis zum High Camp – 6km / 5 Std.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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