Gedankenpost: I finally did it!

Hallo meine Lieben,

ich habe bereits vor meiner Abreise
nach Kenia einen Gedankenpost geschrieben
, ich kann euch ehrlich
gesagt nicht sagen, warum ich ihn damals nicht veröffentlicht habe.
Es ging im Prinzip darum, dass ich das starke Bedürfnis habe zurück
zu geben. Ich habe diesen Blogpost in Dänemark verfasst und wie
glaube ich jeder regelmäßige Leser meines Blogs weiß, ist dies ein
Familientrip den wir jedes Jahr antreten und den wir immer in guter
Erinnerung behalten.

Es ist eine Zeit das Abschaltens und
eine Zeit in der sich die ganze Familie eine Wohlverdiente Pause
gönnt.
Als Folge meines Zen-Modes schrieb ich also diesen
Gedankenpost, der mich dazu immer weiter motivierte endlich zurück
zu geben, etwas für die Gesellschaft zu tun und andere Menschen
glücklich zu machen.

Ich habe daher die Arbeit in einer
Schule in Kenia aufgenommen, um ehrlich zu sein war mir schon mulmig
zu mute, da ich bereits in einer Schule in Nepal gearbeitet habe und
diese Eindrücke mich damals ein wenig überrumpelten. Die Schule
wurde im Zuge des schweren Erdbebens in Kathmandu fast komplett
zerstört und Unicef kam damals vorbei um riesige Zelte zu errichten,
in denen dann ein Teil der Unterrichtsstunden gehalten wurde.

Dies auf der einen Seite und dann auf
der anderen Seite die Kids, die eher an Justin Bieber, Facebook, etc.
interessiert waren, stieß bei mir auf starke Verwirrung.

Es verwirrte mich sehr, aber zeigte
auch das große Problem in Nepal oder auch speziell in Kathmandu,
nämlich der Mangel an Einsatzkräften für den Aufbau dieser Stadt.

Zudem zeigt es, dass selbst wenn es am
anderen Ende der Welt ist, die Kids sind nicht anders als aus
westlichen Ländern, sie haben die gleichen Probleme, machen gerne
Fotos von sich und ihren Freunden und lieben singen und tanzen.

Mit diesen Erfahrungen im Hinterkopf
wusste ich eher weniger was mich nun erwarten sollte und ich kann
euch sagen, ich wurde überrascht!

Die erste Schule die wir besuchten war
noch im Aufbau und wurde von einer Stiftung in Irland gesponsert, es
gab nur 2 „Räume“, die eher an Abstellkammern erinnerten, keine
Tische, keine Bücher und die Tafel war nur eine raue Zementwand. Ich
war schockiert!

Glücklicherweise konnten wir im laufe
meiner Zeit dort Stühle und Tische organisieren, was schon einen
riesigen Unterschied gemacht hat.

Die andere Schule, in der ich am Ende
auch unterrichten sollte war um einiges Größer, es gab ca. 12
Klassenräume, Stühle, Tische, Strom, sporadische Badezimmer, Bücher
und allgemein Platz für die über 1000 Schüler. Ich wurde mit
offenen Armen empfangen und hatte wirklich die beste Zeit!

Die Lehrer waren so lieb zu mir und die
Kids haben sie so gefreut, selbst wenn man sie nur angelächelt hat.
Das Beste war aber, als ich meine Kamera mit in die Schule genommen
habe
und die Kids im Prinzip ausgerastet sind. „Here Madame, Photo“
kam von allen Seite, alle waren am Lachen und mir taten irgendwann
die Wangen weh vom ganzen grinsen.

Ich hatte dort viele dieser wunderbaren
Momente und wäre dort auch länger geblieben, allerdings wurde die
Schule nun für 2 Monate geschlossen.

Ihr könnt euch auch gar nicht vorstellen was die Kids den Lehreren gegenüber für einen Respekt haben, mir wurden Taschen und Stühle hinterher getragen und als mir ein Stift vom Tisch rollte, sprangen mehrere Schüler auf um ihn aufzuheben.
Wenn ich das mit Deutschland vergleiche oder auch wie ich damals in der Schule war, dann liegen dazwischen Welten. Mir wurde auch von anderen ehrenamtlichen Helfern gesagt, dass es hier noch Gang und Gebe ist die Kids zu schlagen, aber das habe ich glücklicherweise nicht erlebt und weiß auch ehrlich gesagt nicht wie ich reagiert hätte.

Ich bin so froh, dass ich dem Gefühl
nachgegeben habe, welches mich regelrecht zu der ehrenamtlichen
Arbeit
gedrängt hat. Für mich persönlich weiß ich, dass es nicht
das letzte Mal war, aber dazu werde ich im nächsten Gedankenpost
noch mehr eingehen.

Ich hoffe euch hat dieser kleine
Einblick in meine Gedankenlage
und in die ehrenamtliche Arbeit
gefallen. Alle genauen Infos, wie ich den Platz gefunden habe, die
Organisation, etc. werde ich in einem weiteren Blogpost auf meinem
Reiseblog veröffentlichen.
Der erste Blogpost dazu ist sogar schon online, schaut hier vorbei!

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3 Kommentare

  1. Nicole Minnie
    29. Oktober 2017 / 8:27

    Hut ab vor den Menschen, die das machen. Ich glaube ich könnte das niemals, für eine extrem lange Zeit von meiner Familie zu gehen um in ein für mich fremdes Land zu gehen. Dennoch ist man dankbar für solche Menschen. Danke auch dir für diesen sehr interessanten Einblick. Alles liebe

  2. Cara Dean
    29. Oktober 2017 / 10:13

    Dein Bericht ist wirklich toll. Und diese Freude, die die Menschen dort ausstrahlen, trotz der schwierigen Verhältnisse, einfach Wahnsinn. Hab noch einen tollen Tag http://cara-dean.blogspot.de

  3. Cara Dean
    29. Oktober 2017 / 10:13

    Dein Bericht ist wirklich toll. Und diese Freude, die die Menschen dort ausstrahlen, trotz der schwierigen Verhältnisse, einfach Wahnsinn. Hab noch einen tollen Tag http://cara-dean.blogspot.de

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