Kenia : Was macht das Huhn in der Küche?

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Hallo meine Lieben,
nun gibt es endlich die Story, die ich euch im letzten Blogpost versprochen habe!
Ich bin nach Malindi, Kenia gefahren um englisch in einer Schule zu unterrichten, meine Freizeit verbrachte ich dann in unserem ‘Volunteer House’ mit Connor aus England.
Sagen wir mal so, er war immer sehr sehr ruhig, daher ist im Haus auch nie irgendwas action-reiches. Das war jetzt der Versuch auf eine nette Weise zu sagen, dass es sau langweilig war.

Eines Tages komme ich also von der Schule nach Hause, gehe in die dunkle Küche, um mir trinken zu holen. Auf meinem Weg raus bemerke ich ein Geräusch aus der Ecke und staune nicht schlecht, als dort ein lebendiges Huhn in der Ecke sitzt.
“Connnnooooor? Was macht das Huhn in der Küche?” rief ich also ins Wohnzimmer.
“Hab ich geschenkt bekommen” antwortete er, ich wartete noch eine Weile weil ich eigentlich die ganze Story erwartet hätte, aber wie bereits erwähnt ist Connor ein wenig wortkarg.
Also ging ich ins Wohnzimmer, um ihm die ganze Geschichte aus der Nase zu ziehen und staunte nicht schlecht. Er arbeitete in einer kleineren Schule und der Sohn eines Lehrers hat ihm das Huhn aus Dankbarkeit geschenkt, da er sich für ca. 15 Minuten über Kameras mit ihm unterhalten hat.
Über seine Pläne mit dem Huhn wusste er selber nichts, er sollte es töten, aber mir war eigentlich schon von Anfang an klar, dass er niemals die Kehle dieses Huhns aufschneiden und dann zusehen könnte wie es ausblutet. Die Tage vergehen also und ich habe es selber in die Hand genommen “Rick-The Chick” zu füttern. Mal abgesehen von dem Gestank war es okay den kleinen Racker da zu haben, zumal das große Schlachten immer wieder auf den nächsten Tag verschoben wurde.

Übers Wochenende war ich dann mit meiner Lehrertruppe in Voi, Kenia unterwegs und kam erst Sonntag spät wieder. Als ich dann das Haus betrat war es sehr dunkel, da die Wohnung kaum Fenster hatte. Licht ging nur nicht, der Ventilator auch nicht und auch sonst nichts…Stromausfall!
Der Stromausfall zog sich für 3 Tage und nur wir waren betroffen. Im Prinzip bin ich dann in ein italienisches Restaurant in der Nähe umgezogen, da sie Wlan, Strom und Cola hatten.
Connor kam eines Tages vorbei und erzählte mir, dass die Strom-Männer nun ein Loch neben dem Haus buddeln, um es zu reparieren. Wenn das nicht schon skuril genug klingt dann passt mal auf.
Sie haben das Wunder vollbracht und wir hatten wieder Strom, als Bezahlung gab es dann das Huhn! Ja, wir haben den Elektriker mit einem Huhn bezahlt!

Einen Tag später komme ich vom Café und Connor warnt mich nur die Tür der Küche bloß nicht zu öffnen…er hat ein weiteres Huhn geschenkt bekommen. Diesmal gab es eine ganze Zeremonie an seiner Schule, er hat einen afrikanischen Namen bekommen und durfte die traditionelle Tracht tragen.
Was Connor nur vergessen hat zu erwähnen war, dass es kein Huhn war, sondern ein riesiger, aggressiver Hahn! Jeden Morgen ab 4 Uhr krähte er alle 5 Minuten und es wurde so nervig.
Connor hat sich dann, nachdem an seinem letzten Tag auf dem Pausenhof für ihn eine Ziege geschlachtet wurde, aus dem Staub gemacht und hinterließ den Hahn mit einem vegetarischen Haushalt. Irgendwann wurde der Hahn vom Nachbarn abgeholt, der zugleich auch Elektriker war! Was für ein Leben hier in Kenia !

Hello my love,
Now, finally, there is the story that I promised you in the last blog post!
I went to Malindi, Kenya to teach English in a school, then spent my free time in our ‘Volunteer House’ with Connor from England.
Let’s just say, he was always very quiet, so there’s never anything action-packed in the house. That was an attempt to say in a nice way that it was boring.

So one day I come home from school, go to the dark kitchen to get a drink. On my way out I notice a noise from the corner and am not surprised when there is a live chicken in the corner.
What’s the chicken doing in the kitchen? “Connnnooooor? So I called into the living room.
“I got a present,” he replied, I waited a while because I had expected the whole story, but as already mentioned Connor is a little taciturn.
So I went into the living room to pull the whole story out of his nose and was amazed. He worked in a smaller school and the son of a teacher gave him the chicken in gratitude, because he talked to him about 15 minutes via cameras.
He did not know anything about his plans with the chicken, he was supposed to kill it, but I knew right from the start that he would never cut that chicken’s throat and then watch it bleed out. The days go by and I have taken it into my own hands to feed “Rick-The Chick”. Apart from the stink, it was okay to have the little rascal there, especially since the big battles was postponed again and again to the next day.
Over the weekend I was traveling with my teaching staff in Voi, Kenya and came back late on Sunday. When I entered the house it was very dark, because the apartment had hardly any windows. Light was just not, the fan also not and nothing else … Power outage!
The power outage lasted for 3 days and only we were affected. In principle, I then moved to an Italian restaurant nearby, as they had Wi-Fi, electricity and coke.
Connor came over one day and told me that the Strom men are now digging a hole next to the house to fix it. If that does not sound bizarre enough then take a look.
They did the miracle and we had electricity again, as payment there was the chicken! Yes, we paid the electrician with a chicken!

One day later I come from the cafe and Connor warns me just not to open the door of the kitchen … he has got another chicken as a gift. This time there was a whole ceremony at his school, he got an African name and was allowed to wear the traditional costume.
What Connor just forgot to mention was that it was not a chicken, but a huge, aggressive cock! Every morning from 4 clock he crowed every 5 minutes and it was so annoying.
Connor then, after a goat was slaughtered for him on his last day on the playground, made his escape and left the cock with a vegetarian household. At some point, the cock was picked up by the neighbor, who was also an electrician! What a life here in Kenya!

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