Gedankenpost: You are just a number on a screen!

Hallo meine Lieben,

heute teile ich mit euch wieder meine Gedanken, diesmal Digitalisierung, und wie sich mein Verhältnis zum Bloggen über die Jahre verändert hat!

 

Danke für den Klick!

Wieder einer mehr, einer mehr für diesen Tag, diese Woche, diesen Monat und der gesamten Klickzahl.
Wieder einer mehr für den vermeintlichen Erfolg dieses Blogposts, meines Blogs und…mir?!

Ich weiß nicht ob du ein Männlein oder Weiblein bist, ob du blonde, braune, schwarze, rote, grüne oder überhaupt Haare hast, ich kenne nicht deine Augenfarbe, deine Hobbies, deine Stimme, ich kenn nur die Statistiken. Meist Weiblich, zwischen 18-25 Jahren, größtenteils aus Deutschland, Österreich und den USA. Ich kann dir sogar sagen, ob du mit dem PC oder dem Handy auf meinen Blog zugreifst und welchen Provider du nutzt. Ich kann dir von den Statistiken erzählen, wie lange sich ein User auf meinem Blog befindet, wie viele Klicks ich von neuen Lesern und von den Lesern bekomme, die immer wieder kommen.

Doch was bedeutet das alles? Hat es überhaupt einen Wert?

Natürlich ist es für PR Agenturen interessant, wie deine Reichweite aussieht und welches Publikum auf deinen Blog zugreift, aber was bedeutet das für dich? Was bedeutet das für mich?

Für die Antwort muss ich ein wenig ausholen und euch berichten mit welcher Intention ich das Bloggen vor gut 7 Jahren angefangen habe. Damals, in den guten alten Zeiten wollte ich Journalistin werden und war der Meinung, dass es am Besten wäre, wenn ich regelmäßig schreibe. Also startete ich meinen ersten Blog, der jetzt zwar nicht mehr existiert, aber dennoch mir zeigte wie viel Spaß es machen kann. Ich interessierte mich weder für Nummern auf meinem Display, noch ob diese Blogposts gut ankommen würden. Geld war eh kein Thema, da es sowas alles noch gar nicht gab. Kein Clickbait oder Sonstiges! Als ich dann nach Jahren das erste mal “bezahlt” wurde mit Gutscheinen oder Produkte zum testen zugeschickt bekommen habe, war es als würde ein Traum in Erfüllung gehen. Ich mache das was ich liebe, und bekomme dazu noch was dabei raus?!

Mir wurden diese Nummer immer wichtiger, die Klickzahlen…je höher diese Nummer ging, desto erfolgreicher habe ich mich gefühlt. Aber war das wirklich Erfolg? Ich richtete mich irgendwann mehr danach was gut ankommen könnte, überlegte lange welche Bilder ich auswählen möchte für den neuen Blogpost, der Text wurde mehr und mehr irrelevant. Manchmal machte ich mir schon einen Scherz daraus und schrieb den dümmsten Kram und wartete eigentlich nur darauf, dass mich Jemand in den Kommentaren darauf anspricht, aber dies passierte natürlich nicht.

Irgendwann hatte ich dann genug, ich wollte mehr als nur “Nice Outfit”, “Pretty” oder sonstige stumpfe Kommentare, die nur darauf abgesehen waren, dass sie selber Klicks bekommen. Ich fing an zu hinterfragen, da ich eh schon ein sehr Kopf-lastiger Mensch bin und kam zu dem Entschluss, dass ich lieber etwas machen möchte, was mich selber glücklich macht, statt die Klicks zu bekommen. Ich begann mehr Gedankenposts zu schreiben, überlegte nicht zu lange ob ein Post gut ankommen würde, sondern machte und mache immer noch einfach was mir gefällt.

Im Zeitalter von Clickbaits und dem schnellen Geld im Internet ist es dennoch nicht immer einfach sich nicht von diesen Zahlen beeinflussen zu lassen, sei es auf dem Blog oder auf Social Media. Bei Events oder für PR Agenturen ist man nicht mehr die Person, sondern lediglich deine Reichweite, man ist bloß indirektes Geld. Man ist lediglich eine Nummer auf dem Bildschirm!

Falls euch der Blogpost gefallen habt und ihr gerne mehr darüber lesen möchtet was so in meinem Kopf abgeht, dann schaut mal hier vorbei!

Hey guys,

Today I share with you again my thoughts, this time digitization, and how my relationship with blogging has changed over the years!

Thanks for the click!

Again one more, one more for this day, this week, this month and the total number of clicks.
Again one more for the success of this blogpost, my blog and … me ?!

I do not know if you are a male or a female, if you have blonde, brown, black, red, green or even hair, I do not know your eye color, your hobbies, your voice, I only know the statistics. Mostly female, between 18-25 years, mostly from Germany, Austria and the USA. I can even tell you if you access my blog with the PC or the phone and which provider you use. I can tell you from the statistics, how long a user is on my blog, how many clicks I get from new readers and from the readers who keep coming back.

But what does all this mean? Does it have any value? Of course, it’s interesting for PR agencies to see what your reach looks like and which audience accesses your blog, but what does that mean for you? What does that mean for me?

For the answer, I have to go back a bit and tell you what intention I had when I started blogging about 7 years ago. At that time, in the good old days, I wanted to be a journalist and thought it would be best to write regularly. So I started my first blog, which does not exist anymore but showed me how much fun it can be. I was not interested in numbers on my display, or whether these blogposts would be well received. Money was not an issue anyway, because it did not exist at all. No clickbait or anything! When I was “paid” for the first time after years of being given vouchers or products to test, it was like a dream come true. I do what I love and get something out of it?! The number became more important to me, the numbers of clicks … the higher this number went, the more successful I felt. But was that really success? At some point I focused more on what might well come in handy, wondering for a long time which pictures I would like to choose for the new blog post, the text became more and more irrelevant. Sometimes I made a joke of it and wrote the dumbest stuff, just waiting for someone to talk to me about it in the comments, but of course that did not happen.

At some point I had enough, I wanted more than just “Nice Outfit”, “Pretty” or other blunt comments that were just apart from getting their own clicks. I began to question, and came to the decision that I would rather do something that makes me happy, instead of getting the clicks. I started to write more thoughtful posts, did not think too long whether a post would arrive well, but still did and still just do what I like. Nevertheless, in the age of clickbaits and the fast money on the internet, it is not always easy not to be influenced by these numbers, be it on the blog or on social media. At events or for PR agencies you are no longer the person, but only your reach, you are just indirect money. You are only one number on the screen!

If you enjoyed the blog post and would like to read more about what’s going on in my head, check it out!

Teilen:

3 Kommentare

  1. 3. Juni 2018 / 11:16

    echt toller Post! Ich finde es immer toll, wenn jemand seine Gedanken mit der Welt teilt. Ist schon ziemlich extrem geworden heutzutage, dass nur noch die Klicks und Followerzahl was wert ist. Schon traurig.

  2. 3. Juni 2018 / 15:22

    Schöner Text! Erinnert mich daran, dass man am Anfang des Bloggens noch viel unbefangener war, sich zwar über jede wachsende Zahl gefreut hat, aber noch nicht nach ihr klassifiziert wurde. Mittlerweile klebt uns allen die Zahl unserer Reichweite auf der Stirn und es wird bei vielen leider nur noch danach entschieden. Die Qualität des Contents wird zur Nebensache und das nimmt einem den Spaß an einem eigentlich sehr schönen Projekt.

    Liebe Grüße, Mona

  3. 4. Juni 2018 / 15:29

    Das stimmt. Es ist so extrem geworden. Da fragt man sich, ob es sich noch lohnt. Doch solange der Spaß im Vordergrund steht ist es ok.
    Liebe Grüße Michelle von mishy-hoffmann

Kommentar verfassen