Gedankenpost – Über das Abschied nehmen

willascherrybomb gedankenpost ueber das abschied nehmen

Hallo meine Lieben,

es ist man wieder Sonntag und damit Zeit für einen neuen Gedankenpost. Diesmal geht es um das Thema Abschied nehmen.

Falls ihr neu auf meinem Blog seid und noch nicht wisst, worum es in meinen Gedankenposts geht, dann kläre ich euch hier nochmal auf. Jeden Sonntag veröffentliche ich meine Gedanken zu einem speziellen Thema, das können die wirrsten Dinge sein. Meist lasse ich mich von Personen, Konversationen oder Erlebnissen in der Woche inspirieren. Ziel ist es eine Konversation zu starten und euch zum Denken anzuregen.

Über das Abschied nehmen

Es hat schon seinen Grund warum der Post heute ein wenig später online kommt als sonst, ich brauchte den Tag für mich und nun fühle ich mich frisch und gut hier loszulegen. Ich bin momentan in Hong Kong und immer noch beeindruckt von dieser einzigartigen Stadt. Meine ganze Reise bisher hat mich absolut überrascht, zum positiven. Doch heute musste ich Abschied nehmen.

Wenn man lange oder manchmal auch nur kurz auf Reisen ist, lernt man die verrücktesten, schrägsten und tollsten Menschen kennen. Doch genauso schnell wie sie kommen, gehen sie auch wieder. Jeder hat seine Route, jeder geht seinen Weg. Ab und an passiert es, dass Jemand länger bleibt, vielleicht sogar seine Route anpasst und sich die Wege überschneiden.Trotzdem erreicht man früher oder später den Punkt Abschied nehmen zu müssen und diesen habe ich heute erreicht.

Kein Grund das Herz zu verschließen

Ich bin ein Mensch, der andere Menschen recht schnell ins Herz schließt, das mag in manchen Augen eine negative Eigenschaft sein, aber ich sehe es positiv. Vielmehr geht es darum diese Menschen auch wieder gehen zu lassen, statt verzweifelt an einer Illusion festzuhalten. Menschen betreten dein Leben und gehen regelmäßig, nicht nur auf Reisen, Abschied nehmen gehört zum Leben dazu. Sei es nur für eine Weile oder für immer.

Für Jemanden der in einer Fernbeziehung war, so wie ich, stellt das Abschied nehmen eine besondere Hürde dar, denn Freud und Leid sind meist unumgängliche Dinge die Teil des Beziehungsalltags werden. Man könnte jetzt annehmen ich sei Abschieds-Spezialistin, doch Pustekuchen. Ich habe Probleme damit wie eh und jeh.

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Ich- Die kleine Dramaqueen

Sagen wir mal so, ich bin ab und an eine kleine Dramaqueen, verabschiede mich herzzereißend von meiner Familie, nur um dann eine halbe Stunde später wieder anzurufen und mich nochmal zu verabschieden. Ich weiß nicht warum das so ist, ich denke einfach , dass ich eine emotionale Person bin. Vielleicht bin ich mir aber auch nur viel zu sehr bewusst, dass ich nur eine begrenzte Zeit mit meinen Liebsten habe und schätze jeden Moment.

So oder so, macht diese Dramaturgie mein Leben einen ticken schwieriger. Ich habe bereits im letzten Gedankenpost angesprochen, dass es mir immer schwieriger fällt zu gehen und ich denke, dass das Abschied nehmen, der größte Faktor dafür ist.

Es geht nicht nur um Menschen

Es ist nicht nur schwer von Menschen Abschied zu nehmen, auch Länder, Städte, Momente und Erlebnisse. Wer kennt es nicht, man hat einen wundervollen Tag und möchte einfach nicht, dass er vorbei geht. In gewisserweise ist auch das Abschied nehmen, da man keinen Einfluss und keine Macht über die Zeit hat und weiß, dass das Ende irgendwann kommen wird.

Das hört sich nun negativer an als es ist, denn was wäre wenn es keinen Abschied geben würde? Was wäre wenn wir immer mit den Leuten zusammen bleiben und für immer in einem Moment verweilen könnten? Wäre dann nicht der ganze Zauber weg? Würden wir es dann nicht irgendwann gar nicht mehr zu schätzen wissen?

Wie geht ihr mit dem Thema Abschied nehmen um, fällt es euch leicht oder eher schwer?

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6 Kommentare

  1. 25. November 2018 / 14:54

    Ich versuche immer Abschiede möglichst kurz und optimistisch zu halten, aber das gelingt mir nicht immer 🙂
    Liebe Grüße, Mona

  2. 25. November 2018 / 18:53

    Schöner Post! Ich werde meistens schon lange vor dem eigentlichen Abschied ganz sentimental… und wenn der Moment dann gekommen ist, habe ich mich meistens schon so an den Gedanken gewöhnt, dass ich es ganz schnell durchziehe… eigentlich merkwürdig ^_^
    Love, Héloise
    Et Omnia Vanitas

  3. 25. November 2018 / 19:34

    Ein sehr nachdenklicher Post. Ich mag es gar nicht Abschied zu nehmen. Ich hatte mal eine Fernbeziehung und bei jedem Abschied sehr gelitten!
    Liebe Sonntagsgrüße!

  4. 26. November 2018 / 12:00

    Ein wundervoller Post und ich kann das alles sooo gut nachvollziehen 🙂

    Ich bin auch so oft Monate allein auf reisen, treffe unendlich viele tolle Menschen und muss dann immer wieder Abschied nehmen von ihnen und all den zauberhaften Orten. Aber ich hab das Motto: “If you’re not afraid of goodbyes, life will reward you with a new hello.” 🙂

    Liebst, Sarah von Belle Mélange

  5. 27. November 2018 / 7:13

    Die Bilder sind toll! Und ja, auch mir fallen Abschiede schwer und manche sogar besonders schwer. Woran das liegt, weiß ich auch nicht. Emotional bin ich durchaus aber ob das der alleinige Grund ist? Aber Abschiede sind ja nicht immer negativ. Jeder Abschied bringt ja auch wieder neue Erfahrungen, für welche man manchmal eben nur offen ist, wenn man geht oder gehen lässt. 🙂

    Liebst Elisabeth-Amalie von Im Blick zurück entstehen die Dinge

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