Solo Travel – 10 Dinge, die ich in 4 Jahren reisen gelernt habe

10 Dinge, die ich in 4 Jahren reisen gelernt habe - willascherrybomb

Hallo meine Lieben, heute gibt es einen neuen Solo Travel Artikel, diesmal geht es um 10 Dinge, die ich in 4 Jahren reisen gelernt habe!

Kaum zu glauben, aber ich bin nun schon seit fast 4 Jahren on und off am reisen. Meine erste große Reise begann Silvester in Thailand, was wohl der größte Sprung ins kalte Wasser, den ich bisher erlebt habe. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich erst einmal alleine unterwegs und das war eine Woche Pauschalurlaub in Thailand, was zwar super war, aber man nicht als richtiges Reisen bezeichnen kann, zudem war ich vorher noch nie außerhalb von Europa, somit eröffnete sich mir eine ganz neue Welt.

Hätte ich zudem Zeitpunkt gewusst, wie sich mein Leben um 180 Grad drehen wird, als ich das erste Mal in den Flieger gestiegen bin, dann hätte ich es sicherlich nicht geglaubt. Wenn ich mich so zurück erinnere fühlt es sich sogar an wie ein ganz anderes Leben, das ich so nicht mehr zurück wünsche.

10 Dinge, die ich in 4 Jahren reisen gelernt habe

Innerhalb dieser 4 Jahre hat sich nicht nur mein Charakter, meine Sichtweisen und mein Blick auf die Welt verändert, sondern zugleich habe ich viele Dinge gelernt, die man zum Teil nur auf Reisen lernen kann. 10 dieser Dinge, möchte ich heute mit euch teilen.

Kämpfe niemals mit einem Hahn!

Fangen wir mal lustig an! Wer meinen Blog schon länger liest, der weiß, dass ich am Anfang meiner Reise in einen kleinen…Konflikt….mit einem Hahn gekommen bin. Jetzt haltet aber euch den größten, geisterkrankesten Hahn vor Augen, den ihr euch vorstellen könnt. Ich wollte nur eine Wassermelone von einem sehr schmächtigen Thai kaufen, fragte ihn ob er sie mir aufschneiden könnte und als ich sah wie er mit dieser Wassermelone am kämpfen war, ging ich einen Schritt auf ihn zu, um ihm zu helfen und schon attackierte mich dieses Monster. Der dünne Thai warf sich mit seinem ganzen Körper auf den Hahn und dieser ließ ab von mir. In dem Moment habe ich gelernt, dass ich in einem Hahnenkampf nur verlieren kann.

Menschen sind von Grund auf gut (außer ein paar Ausnahmen)

Das ist absolut wahr! Ich habe so viele uuuunglaublich hilfsbereite und liebevolle Menschen mit guten Herzen getroffen. Ich denke der Schock war umso größer, da ich eben aus Deutschland komme und unsere Mentalität eher reservierter ist. Das bedeutet nicht, dass wir nicht auch hilfsbereit sein können, aber dennoch passiert es seltener als beispielsweise in asiatischen Ländern.

Entzündungen zu ignorieren bringt nichts

Diese Erkenntnis durfte ich mehrmals auf Reisen machen. Meine schlimmste Entzündung hatte ich tatsächlich in Australien. Man sollte ja eigentlich glauben, dass so etwas eher in Asien oder Afrika passiert, vor allem da ich dort ständig barfuß unterwegs war, aber nein. Ich habe mir durch meine Arbeitsschuhe eine Wunde zugezogen, die sich durch Toner Partikel bei der Arbeit extrem stark entzündet hat. Ich habe so verdammt lange ignoriert, wie haben sogar meine Schuhe abgesägt, damit es nicht mehr an meiner Wunde drückt. Als ich es dann nicht mehr ausgehalten habe und zu einer Ärztin gegangen bin, konnte die ihren Augen nicht trauen. Sie zeigte direkt auf die Tür, wies mich an Antibiotika aus der Apotheke zu holen und wiederzukommen. Gesagt getan! Ein paar Tage später sippte meine Wunde durch den Verband und ein Typ im Hostel hatte Spaß daran meine Wunde zu reinigen. Hört sich verrückt an, aber so war es. Nun ist alles verheilt, aber die Erkenntnis bleibt die gleiche, Entzündungen zu ignorieren bringt nichts.

Erdnussbutter an die Macht!

Als Veganerin auf Reisen kann das Leben manchmal schwieriger werden, daher reise ich nun nur noch mit Erdnussbutter im Gepäck. Im Notfall gibt es immer Brot zu kaufen und schon hat man einen guten Snack. Ich mein, irgendwann kommt es euch aus den Ohren raus, aber das ist immer noch besser als Fleisch zu essen oder zu hungern.

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Es gibt verdammt tolle Menschen

YES!!! Ich möchte jetzt nicht melodramatisch werden, aber in meiner Kindheit und meiner Jugend musste ich viel Negatives durch andere Menschen kassieren… das gute alte Mobbing eben. Ich glaube das ist nun aber auch mit ein Grund gewesen, warum ich mich mich dazu entschlossen habe zu Reisen, einfach um andere Menschen kennenzulernen und ich wurde nicht enttäuscht. Es gibt so waaaahnsinnig tolle, motivierende, ambitionierte und gutherzige Menschen da draußen. Ich kann auch nun, ohne darüber nachzudenken sagen, dass das Kennenlernen von anderen Menschen, mein liebster Teil ist am Reisen

Du bist Niemandem Rechenschaft schuldig

Ich habe bereits einen Artikel zu diesem Thema geschrieben, darin ging es explizit darum, dass Leute mich fragen, wie ich mir diesen Lebensstil „erlauben“ kann. Tatsache ist, du bist Niemandem Rechenschaft, musst Niemandem nach Erlaubnis fragen oder dich an Anderen orientieren. Das muss nicht generell das Thema Reisen sein, sondern allgemein im Leben. Du bist nicht dafür verantwortlich andere Menschen glücklich zu machen, genauso wenig sind andere Menschen verantwortlich dich glücklich zu machen.

Es ist okay „Nein“ zu sagen

Das ist etwas womit ich immer noch kämpfe, das „Nein“ sagen. Oftmals sage ich schon automatisch „ja“ ohne genau darüber nachgedacht zu haben und es eigentlich gar nicht zu wollen. Nun habe ich aber auch schon mehrmals konkret „Nein“ gesagt und es war zwar ungewohnt, aber hat mich später glücklicher gemacht. Beispielsweise wollte ich auf Malta ein bisschen Ruhe haben, Essen gehen und mein Tagebuch schreiben, als ich dann gefragt wurde, ob ich in einer Gruppe raus möchte, habe ich dankend abgelehnt und mich einfach später mit der Truppe getroffen. So simpel und doch so schwer.

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Maps.me ist ein Lebensretter!

True story! Ohne Maps.me wäre ich auf deutsch gesagt, richtig am Arsch gewesen. Wie oft diese App mich wieder zum Hostel, Bus, Bahn oder sonst was gelotst hat, ist wirklich beeindruckend und verdient hier einen extra Punkt!

Man kann zu viel Wassermelone essen

Jeps…auch so eine Erkenntnis die ich auf die harte Tour lernen musste. Versteht mich nicht falsch, ich liiiiiebe Wassermelone, vielleicht sogar ein bisschen zu sehr, nein mit Sicherheit ein bisschen zu sehr. In Thailand habe ich täglich mindestens eine große Wassermelone gegessen und teilweise eine weitere zum Mittag. Bis ich dann im Krankenhaus lag. Ich erspare euch alle Einzelheiten, aber manchmal…auch wenn man etwas mag…sollte es nicht übertrieben werden.

Du hast dein Leben in der Hand!

Das ist die wohl größte und wichtigste Erkenntnis die ich magen konnte. Ich komme aus einer typischen deutschen Arbeiterfamilie, bin im Ruhrgebiet aufgewachsen, habe mein Leben so gelebt, wie es sein „sollte“. Ich war aber nie glücklich damit, ich wollte raus, ich wollte weg und das möglichst schnell. Wenn man in einer Umgebung aufwächst, in der Jeder das gleiche macht, heißt arbeiten, heiraten und Kinder kriegen, man selber aber wirklich NULL das Bedürfnis hat dies zu tun, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten. Sich dem hinzugeben und nie wirklich die eigenen Grenzen zu testen oder sich ins kalte Wasser zu schmeißen. Ich habe mich für letzteres entschieden und dies keine Sekunde bereut.

Wie findet ihr meine 10 Dinge, die ich in 4 Jahren reisen gelernt habe? Habt ihr noch was zu ergänzen? Weitere Solo Travel Artikel findet ihr hier!

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3 Kommentare

  1. 13. Februar 2019 / 10:22

    Ja Reisen machen weise und man lernt viel dazu!
    Liebe Grüße!

  2. Snowgirl
    13. Februar 2019 / 23:12

    Liebes,du machst alles richtig!

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