Gedankenpost – Generation Online – Wenn man sein Kind als Stativ verwendet

Gedankenpost - Generation Online - Wenn man sein Kind als Stativ verwendet  - willascherrybomb

Hallo meine Lieben,
es ist mal wieder Sonntag und demnach Zeit für einen neuen Gedankenpost, diesmal geht es um die Generation Online und meine (diesmal nicht ganz so ernst gemeinten) Gedanken dazu.

Kurzer Disclaimer: Für alle die neuen Leser, die nur durch den Titel ihren Weg auf meinem Blog gefunden haben, erkläre ich nochmal kurz worum es in meinen Gedankenposts so geht. Eigentlich ist es ziemlich selbsterklärend, ich teile jeden Sonntag mit euch meine Gedanken zu einem bestimmten Thema, das können sehr ernste, traurige und persönliche Themen sein oder wie heute einfach mal ein bisschen lustig machen. Ziel ist es zum Denken anzuregen, eine Konversation zu starten (fühlt euch also frei einen Kommentar zu hinterlassen) oder einfach mal zu lachen.

Generation Online – Wenn man sein Kind als Stativ verwendet

Ich weiß ich weiß, ich neige dazu in meinen Gedankenposts eher negative Themen anzusprechen und in gewisser Weise ist das für mich auch ein wenig meine Gedanken und Gefühle zu verarbeiten, aber heute soll es mal in die andere Richtung gehen.

Ich war vor einer Weile in Madrid und erinnere mich noch genau wie eine Freundin und ich an einem „Fluss“ entlang gelaufen sind. War natürlich kein richtiger Fluss, sondern nur sowas dazugebautes, aber ihr wisst was ich meine. Es war schön sonnig und wir setzen uns auf eine Bank. Mir ist direkt eine Familie ins Auge gestoßen, eine Mutter, der Vater und ihr Kind. Wenn es hoch kommt vielleicht 6 Jahre alt. Sie gaben dem Kind Anweisungen wie dieses ein Bild von ihnen machen sollte. Im Prinzip benutzen sie ihr eigenes Kind als interaktives Stativ – WTF!

So brilliant und furchtbar es zugleich auch war, irgendwie war es lustig. Ich weiß, dass ich mich nicht darüber lustig machen sollte, da diese ganze Generation online total zum kotzen ist, aber ich kann nicht anders. Und ja, mir ist bewusst, dass es ein Widerspruch ist, dies auf meinem Blog zu posten. Tatsache ist aber auch, dass ich wahnsinnig stolz darauf bin, wie sich mein Internet Konsum verbessert hat. Ich bin zwar gerade in Kolumbien und habe auch unterwegs Datenvolumen, aber ich nutze es nicht. Ganz ehrlich, ich weiß nicht wann ich das letzte mal bei Instagram am scrollen war und von Facebook (außer zu Werbezwecken) brauche ich gar nicht erst anfangen. Das nutze ich gar nicht mehr. Vielleicht hat sich deswegen meine Einstellung gegenüber der ganzen Generation online Situation so entspannt.

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Mich juckts nicht mehr!

Ich weiß nicht ob es gerade daran liegt, dass ich so wahnsinnig ausgeglichen bin (bin ich das?!), aber ich lache über solche Dinge. Jetzt mal ganz ehrlich sein eigenes Kind als Stativ zu verwenden (natürlich nur im übertragenen Sinne), ist das was auf uns zukommen wird. Wo jetzt noch wie wild jede Sekunde der Existenz des eigenen Kindes dokumentiert und veröffentlicht wird, entwickelt sich ein gegenseitiges Geben und Nehmen, sobald das Kind das Handy halten kann. Ist es traurig? Ja! Können wir etwas dagegen unternehmen? Nein und das sollten wir auch nicht. Jeder soll das machen was er oder sie für richtig hält. Vielleicht ist das sogar den Weckruf den wir alle brauchen. Eine Generation, der die ganze Handy Scheiße aus den Ohren kommt, da sie von Kindesbeinen an, mit dem Dokumentationsdrang aufgewachsen sind. Vielleicht muss es erstmal schlimmer werden, bis es besser wird!

An alle Mummys und Daddys da draußen

Möchtet ihr eurem Kind nicht die schönsten Erinnerungen bescheren, eine Zeit in der das Kind zurück blickt und viele tolle Momente mit euch verbracht hat. Möchtet ihr nicht auch, die Zeit die ihr zusammen habt genießen und Spaß haben. Und das nicht durch die Linse einer Kamera? Ich bin verdammt froh, dass ich ohne Internet & Co. aufgewachsen bin. Ohne Likes und dem Drang jeden Schritt zu fotografieren (und das obwohl ich Fotografie abgöttisch liebe), ich bin froh noch draußen im Dreck gespielt zu haben oder auch so oft einen Fußball gegen den Kopf bekommen zu haben (das erklärt wohl einiges). Ich bin froh auf die Fresse gefallen zu sein und meine Erfahrungen offline gemacht zu haben, statt mir Gedanken um Filter zu machen. Haltet doch einfach mal einen Moment inne und lasst euer Kind, Kind sein.

Wie steht ihr zu diesem Thema? Habt ihr sowas auch schon mal gesehen? Mehr Gedankenposts findet ihr hier!

generation online und alles was du dazu wissen musst
Generation online - mehr denken statt scrollen - willascherrybomb
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4 Kommentare

  1. 10. März 2019 / 14:00

    Ich muss sagen, dass ich auch sehr glücklich darüber bin, ohne Handy, Internet und all dem Social Media Kram aufgewachsen zu sein. Fernhalten ist bestimmt die falsche Tatktik, aber ich wünsche mir, dass meine zukünftigen Kinder möglichst wenig/spät/entspannt damit in Berührung kommen.

    Liebe Grüße, Mona

  2. Jessica
    10. März 2019 / 17:14

    Du meinst Kanal. 🙂 Ich find das nicht schlimm. Niemand weiß wofür das Foto ist. Und selbst wenn für Insta, was soll’s. So lang das Kind Spaß daran hat? Ist doch super. 🙂

  3. 10. März 2019 / 19:33

    Meine Gedankenposts sind auch immer etwas negativer eingestellt, deshalb habe ich kein Problem damit. Ich finde das Thema auch ein bisschen kritisch, aber was will man machen auch wenn man die Eltern drauf anspricht, werden sie es nicht ändern.
    Liebe Grüße
    Luisa von https://www.allaboutluisa.com/

  4. 13. März 2019 / 10:50

    Ein super toller Post und klasse Gedanken!
    Ich bin ehrlich glücklich, dass es damals als ich klein war die Welt noch nicht so eine Internetgemeinschaft war.
    Liebst, Sarah von Belle Mélange

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