Gedankenpost – Wenn man Schritte zurück gehen muss

Gedankenpost - Wenn man Schritte zurück gehen muss - willascherrybomb

Hallo meine Lieben,
heute gibt es mal wieder einen neuen Gedankenpost, diesmal geht es um das Thema Schritte zurück gehen und was man daraus lernen kann.

Für die unter euch, die heute das erste mal auf meinem Blog gelandet sind, fasse ich nochmal kurz das Prinzip hinter meinen Gedankenpost zusammen. Jeden Sonntag veröffentliche ich einen Artikel rund um jegliche Themen die mir gerade im Kopf rumschwirren, das kann ausgelöst werden durch Ereignisse, Konversationen oder stumpfe Gedankenströme. Ziel dieser Artikel ist es, euch zu denken zu bringen, Dinge und Situationen neu zu hinterfragen und/oder eine Konversation zu starten.

Wenn man Schritte zurück gehen muss

Fun Fact – Ich hab echt nen Schaden! Super Einleitung zu diesem Blogpost oder? Falls man es noch nicht gemerkt hat, aber ich bin ein ziemlich starker Kopfmensch, therapiere mich regelmäßig selber und halte mich mit inspirierenden Zitaten über Wasser. Ich gehe mittlerweile sehr bewusst mit mir und meiner Umwelt um, was nicht nur am vegan sein liegt, aber definitiv der Auslöser war. Seither bin ich auf dem stetigen Weg der Optimierung. Hört sich doch alles super an oder? Dem eigenen Weg zu folgen und stetig daran interessiert sein ein besserer Mensch zu werden. Doch was wenn einem die Realität mitten in die Fresse schlägt und man plötzlich realisiert, dass man die letzten Wochen bloß auf der Stelle getreten ist?

Vielleicht bin ich nun ein wenig melodramatisch, das ist auch noch eine der zahlreichen Eigenschaften von mir, die ich eher unter dem Teppich kehre, als mich wirklich darum zu kümmern. In gewisser Weise ist der Prozess des Wachsens ein stetiger Kampf zwischen Fortschritt und Rückschritt. Das ist etwas was ich nun wieder lernen durfte. Auch wenn es sich manchmal anfühlt, als mache man zwei Schritte zurück und nur einen nach vorne, gehört das einfach zum Leben dazu und jetzt mal ganz ehrlich, gerade in diesen Rückschritten lernen wir zu wachsen, weil wir realisieren, wo noch Arbeit investiert werden muss.

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Die Schönheit im Rückschritt

Wieso sollten wir also den Rückschritt zelebrieren, statt uns fertig zu machen? Ganz einfach, auch wenn es sich nach dem kompletten Gegenteil anhört, aber Rückschritte bringen und weiter nach vorne. Nichts im Leben ist eine stetige Kurve nach oben, wie sollen wir also damit umgehen lernen, dass etwas mal nicht so hinhaut wie wir es wollen, wenn wir es nie gelernt haben?

Ich für meinen Teil habe durch meinen letzten Rückschritt gelernt, dass meine “Mit dem Kopf durch die Wand” Mentalität nicht immer der richtige Weg ist. Und das habe ich erst erkannt, als ich (sprachlich gesehen) gegen die Wand gelaufen bin. Um weiterhin meine Positivität und Zuversicht behalten zu können, muss daher ein anderer Weg eingeschlagen werden und das musste ich erstmal realisieren.

Mit Rückschritten umgehen lernen

Das größte Problem für mich und meiner perfektionistischen Ader ist definitiv die Tatsache mit zwei Schritte zurück umgehen zu lernen und darauf das Positive zu ziehen. Dabei der Wahrheit ins Auge zu sehen, statt mich selber zu belügen. Es kann frustrierend sein, wenn man so viel Zeit und Kraft investiert, um an sich zu arbeiten, nur um dann zu realisieren, wie weit man noch von dem Punkt weg ist, an dem man gerne sein möchte. Ich könnte da ein Lied drüber singen. Was meint ihr wohl warum ich diesen Artikel gerade jetzt schreibe? Es ist verdammt scheiße die Augen zu öffnen und eine Baustelle zu sehen. Genauso frustrierend ist es zu realisieren, dass wir nie gelernt haben, damit umzugehen, stattdessen wird dieses Thema lieber totgeschwiegen.

Die Wahrheit ist, der einzige Weg mit Rückschritten umgehen zu lernen ist, geradewegs durchzugehen. Es gibt keinen Weg drum herum, es gibt keinen magischen Helikopter der uns drüber fliegt und uns auf der anderen Seite wieder absetzt. Es ist wie mit allem negativen Situationen im Leben, man muss durch…oder man zerbricht dran. Ich könnte jetzt wieder als alte Moral Apostel auf Drogen verweisen und euch erzählen wie scheiße und sinnlos das alles ist, aber ihr seid sicherlich nicht auf den Kopf gefallen.

Was nun?

Jetzt gehts mir besser, statt einen Box Sack zu verprügeln, um mir den Frust vom Leib zu halten, habe ich mir nun die ganze Scheiße von der Seele geschrieben. Das mein ich übrigens auch damit, dass ich mich selber therapiere. Ich kann euch nur ans Herz legen, entweder als Sprachnachricht (was ich auch ganz gerne mal mache, sorry Sabrina) oder eben in schriftlicher Form alles aufzuschreiben was von der Seele muss. Oft lernt man dadurch eine komplett neue Sichtweise kennen, da man ein wenig an Distanz gewinnt. Plötzlich ist das Problem kein Problem mehr, der Rückschritt kein Rückschritt und die Negativität nur noch Worte in einer willkürlichen Reihenfolge.
Nun hat man wieder Platz für die Achterbahnfahrt namens Leben!

Wie geht ihr mit Rückschritten um? Was ist euer Ventil um mit Negativität umzugehen? Falls ihr Interesse habt, könnt ihr euch gerne hier noch weitere Gedankenpost durchlesen.

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2 Kommentare

  1. 4. März 2019 / 11:50

    Ich habe lange gebraucht, bis ich Rückschritte annehmen konnte. Mittlerweile versuche ich mich weniger zu stressen und unter Druck zu setzen. Klappt nicht immer 🙂
    Liebe Grüße, Mona

  2. 5. März 2019 / 14:11

    Ich arbeite immer noch daran, dass mich Rückschläge nicht aus der Bahn werfen.
    Liebe Grüße Michelle von mishy-hoffmann

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