Gedankenpost – Nichts wird so bleiben wie es ist!

Gedankenpost - Nichts wird so bleiben wie es ist! - willascherrybomb - yvonne karnath

Hallo meine Lieben,
im heutigen Gedankenpost geht es darum, dass nichts im Leben so bleibt wie es ist. Alles ist im stetigen Wandel, was positive aber negative Dinge mit sich bringt.

Spoiler Alert: Heute geht es mal wieder ganz tief hinab in meine Psyche. Ich werde mal wieder alles negative herauskramen, es hier verarbeiten und schließlich los lassen. Diese Gedankenposts sind nämlich nicht nur dazu da, um wichtige Dinge anzusprechen oder euch zum Denken anzuregen, sondern auch für mich persönlich, um Momente und Gedanken zu verarbeiten. Heute ist solch ein Post.

Nichts wird so bleiben wie es ist!

Als ich jünger war und noch zur Schule gegangen bin, habe ich mich regelrecht an dem Gedanken festgehalten, dass sich alles verändern wird. Ich war alles andere als glücklich und hoffte nur, dass an diesem wirren Sprichwort ein wenig Wahrheit dran ist. Ich wollte den Rest meines Lebens nicht so verleben, wie ich es in dieser Zeit mehr oder weniger gezwungen war. Schon damals hatte ich den starken Drang zu gehen, alles hinter mir zu lassen, weil ich schon in jungen Jahren gemerkt habe, dass dies einfach nicht das richtige Leben für mich ist.

Und JA, an dem Sprichwort ist sogar verdammt viel Wahrheit dran. Glücklicherweise lebe ich nicht mehr in dieser Negativität, ich konnte mir seither mehr Träume erfüllen, als ich es je im Leben erwartet hätte. Tatsache ist aber auch, dass dieses Sprichwort nicht nur für negative Momente gilt, sondern auch für die Positiven.

Ich ertappe mich mehr und mehr wie ich mir Situationen und Menschen zurückwünsche, wie ich das Gefühl habe, als hätte ich die Zeit damals nicht gut genug ausgekostet. Vor allem, da meiner Meinung nach die Zeit auf Reisen noch schneller vergeht, als sonst schon. Wenn ich zurückblicke wie ich damals 2015 an Silvester in Bangkok angekommen bin, in diesem dunklen Zimmer, alleine, ohne Fenster, mit meinem ersten Jetlag im Leben und am Telefon angefangen habe zu weinen, dann fühlt es sich an wie ein anderes Leben.

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Das Leben in der Vergangenheit

Damals als Kind in der Schule habe ich immer an die Zukunft gedacht, mir vorgestellt wie mein Leben in 10 Jahren aussehen könnte. Habe an all die Dinge gedacht, die ich gerne in meinem Leben erleben möchte und wie ich dies möglichst schnell umsetzen kann. Ich wollte ein Leben auf der Überholspur, wollte raus aus dem Pott, raus aus Deutschland und Menschen kennenlernen, die wirklich an mir interessiert waren und keinen Spaß dabei hatten mein Selbstwertgefühl zu zerstören.

Jetzt, nach diesen 4 Jahren mit unglaublichen Erlebnissen, so vielen tollen und einzigartigen Menschen und Chancen, die ich immer noch nicht verarbeitet habe, denke ich oft zurück. Nicht an die Schulzeit oder all den Quatsch der in meiner Heimat vorgegangen ist, sondern an diese Zeit. An diesen einen Abend in Koh Lanta, bin Menschen aus aller Welt Spiele spielen, lachen bis die Tränen kommen und dabei Bier trinken, Bali im Yoga Retreat, wo ich das erste mal in meinem Leben so unglaublich glücklich war, dass ich mich selber kneifen musste, Australien, wie Fabi und ich mit selfmade Sangria auf einem Berg saßen und über Palm Beach schauten, Kenia und meine erste Begegnung mit Pablo (ich muss lachen wenn ich nur daran denke), Chile als ich in der Atacama Wüste kaum meinen Augen trauen konnte, wie unglaublich schön es einfach war, Hong Kong als Cam und ich in einer Rooftop Bar mit wunderschönem Ausblick Verlobungsfotos gefälscht haben (wofür wir so stark in die Hölle kommen), Malta…wo soll ich bei Malta bloß anfangen? Perfekt ist ein großes Wort, doch für mich war diese Zeit mehr als perfekt und noch so viele weitere Erinnerungen.

Manchmal ertappe ich mich, dass ich an einem wundervollen Ort bin, wie auch jetzt. Ich bin in den Bergen Kolumbiens, in einem tollen Gästehaus, überschaue die wunderbare Landschaft bis hin zum Calima See und schreibe diesen Artikel. Diesen Artikel über vergangene Situationen.

Ich möchte nicht vergessen

Oftmals wenn ich wieder mal am träumen bin oder mich Gerüche, Musik oder Konversationen an positive Situationen in der Vergangenheit erinnern, wird mir ganz warm ums Herz. In den Momenten weiß ich auch, dass ich nichts vergessen darf. Ich kenne Menschen, die all dies lieber in die hinterste Schublade verfrachten, weil vergangene Situationen und Menschen in gewisser Weise auch Schmerzen verursachen können. Das ist sicherlich nicht der richtige Weg, da ich keine Situation in meinem Leben, seien sie noch so negativ vergessen möchte. All das, bis zu diesem Punkt in der Gegenwart hatte alles seinen Sinn, all die Scheiße in der Schule, all die „Selbstfindung“ in der Uni, die Nervenzusammenbrüche vor dem Laptop während meines Praktikums, bis ich schließlich das Reisen begonnen habe.

Auch nicht in der Vergangenheit leben

Was für mich immer noch sehr problematisch ist, ist nicht zu sehr in dieses Vergangenheitsloch zu verfallen, denn ich habe mir den Hintern aufgerissen, um mein Leben so zu leben, wie ich es gerade mache, da wäre es doch eine Verschwendung, dies nicht auch in vollen Zügen auszukosten.

Vielleicht schreibe ich diesen Artikel auch genau aus diesem Grund, da ich heute morgen seit langem mal wieder Probleme hatte aus dem Bett zu kommen, ich schaute auf mein Handy und bekam Flashbacks. Ich verweilte gut 30 Minuten in meinen Gedanken, spielte Szenarien aus vergangenen Erlebnissen durch und vergaß komplett, was draußen auf mich wartete. Als ich dann die Tür öffnete und direkt von zwei Hunden ausgiebig begrüßt wurde, realisierte ich wieder wie wichtig es ist, hier zu sein.

Natürlich ist es schön ab und an zurück zu schauen, auch um nicht zu vergessen und vielleicht auch um zu sehen, wie weit man wirklich schon gekommen ist, dennoch bedeutet es nicht mehr viel. Vielmehr sollten wir alle einmal tief einatmen, um uns schauen und dankbar sein, dass wir hier und jetzt sein dürfen!

Wie seht ihr das? Hier findet ihr noch weitere Gedankenposts!

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3 Kommentare

  1. 28. April 2019 / 14:29

    Hey, je älter man wird, desto mehr denkt man auch über die Vergangenheit nach, zumindest kommt es mir so vor. Aber das ist ok, denn die Vergangenheit hat uns geprägt.
    Liebe Grüße!

  2. 29. April 2019 / 12:34

    Ich verfange mich auch immer mal wieder in Gedanken in vergangenen Situationen, versuch aber immer relativ zügig wieder den Absprung ins Jetzt zu schaffen. Die Vergangenheit hat einen geprägt, ich würde jetzt nicht so weit gehen zu sagen, alles hatte einen Sinn, aber alles gehört nun zu einem. Aber wichtig ist vorallem, sich auf das Jetzt zu fokussieren und zu schauen, wo man zukünftig hin möchte.

    Liebe Grüße, Mona

  3. Sarah Kleiß
    2. Mai 2019 / 9:18

    Wow toller Post wie immer 🙂
    Und wie immer kann ich dir da vollkommen zustimmen.
    Liebst, Sarah

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