Solo Travel – Mein erstes eigenes soziales Projekt

Solo Travel - Mein erstes eigenes soziales Projekt - willascherrybomb - yvonne karnath

Hallo meine Lieben, heute möchte ich euch von meinem ersten eigenen sozialen Projekt berichten, welches ich in Kolumbien verwirklichen durfte.

Ich war schon immer sehr an der sozialen Arbeit interessiert, vor allem im Bereich Umwelt und Tieren. Der Tierschutz war vor gut 4 Jahren auch meine Hauptmotivation die vegane Lebensweise in mein Leben zu implementieren und es gibt für mich keinen Weg zurück! Mit dem Drang mehr in dem Bereich machen zu wollen und dem Wunsch einen positiven Einfluss in den Leben von anderen Menschen (und Tieren) zu hinterlassen, war ich aber immer ziemlich ratlos wie und was ich genau machen möchte.

Lustigerweise lerne ich so viele Menschen kennen, die sich gerne engagieren möchten, aber einfach nicht wissen wie. Oftmals ist es auch verdammt hart einen Fuß in die Tür einer NGO zu bekommen, vielmehr sind Spenden und das ehrenamtliche Arbeit gerne gesehen, doch tatsächlich eine langfristige Karriere daraus zu machen, scheint aussichtlos.

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Umso mehr freute es mich, dass ich wie aus dem Nichts eine große Chance bekommen habe. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob ich euch auf diesem Blog davon berichtet habe, wie ich zu meiner ehrenamtlichen Arbeit gekommen bin? Falls du die Geschichte schon kennst, springe einfach zur nächsten Überschrift.

Menschen die mich kennen, wissen dass ich ein ziemlicher Gefühlsmensch bin. Gerne suche ich neue Hostels oder auch ehrenamtliche Spots aus, weil sie mir ein gutes Gefühl geben. Ich habe bei Booking also „Kolumbien“ eingegeben und der erste Vorschlag war „San Andres“. Am selben Tag erneuerte ich meine Workaway Mitgliedschaft und schaute unter Kolumbien, wass es denn so Schönes gibt. Das erste Angebot was mir ins Auge fiehl war ein Hostel in San Andres. Schrieb ich also eine Nachricht und bekam 20 Minuten später die Antwort „Buch deinen Flug, du bist herzlichst Willkommen“.

In dem Moment wusste ich, dass es so sein sollte und ich bin mir auch immer noch sicher, dass ich genau diesen Ort wählen sollte.

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Mein eigenes soziales Projekt

San Andres hat mir viele Türen geöffnet, neben der Arbeit im Gefängnis und der Arbeit mit der Organisation Help2Oceans, konnte ich mir einen großen Traum erfüllen – Mein eigenes Projekt in einer Schule!

Schon seid ich in San Andres angekommen bin, erkannte ich das große Müll und Plastik Problem. Da San Andres auch eine Urlaubsdestination ist, gibt es viele Touristen, die „im Urlaub“ sind und sich daher gehen lassen. Sie schmeißen ihren Scheiß überall herum, sei es auf die Straße oder sogar ins Meer. Auch die Einheimischen denken wenig darüber nach, wie ihr Konsum und Verhalten zu Müll, diese wunderschöne Insel in der Karibik negativ belastet. Bringt es aber wirklich etwas einen besoffenen Urlauber über die Nutzung von Plastik aufzuklären? Eher weniger, die Zukunft liegt bei den Kids!

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Mein Projekt war es also in der Schule die Kids über Müll und Plastik aufzuklären. Ich übernahm dabei den Job mit schockierenden Fakten den Kids das Problem vor Augen zu halten, darunter waren Informationen wie:

  • Jegliches Plastik was jemals produziert wurde, ist heute immer noch da!
  • Es dauert 50-70 Jahre bis ein Plastikbecher sich selber aufgelöst hat!
  • Es dauert 450 Jahre bis eine Plastikfalsche sich selber augelöst hat!

Des Weiteren zeigte ich den Kids Alternativen, sei es die Nutzung einer Trinkflasche, statt Plastikflaschen, einen natürlichen Schwamm, statt Plastik Schwamm oder Lunch Boxen, die man mehrmals verwenden kann.

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Zudem hatte ich die Idee Jorge Sanchez einzuladen, den Gründer der Help2Oceans Organisation und mittlerweile auch guten Freund, mit dem ich mehrmals Tauchgänge veranstalten konnte. Er begeisterte die Kids mit Informationen rund um das Meer und seiner Arbeit.

Als Abschluss ging es dann noch ans Recyling! Ich brachte eine ganze Reihe an leeren Plastikflaschen mit, die ich im Hostel gesammelt habe, aber auch die Kids brachten ihre eigenen Flaschen von Zuhause mit. Ich bastelte schon vor einigen Tage einen Blumentopf in Form eines Schweins und die Kids waren begeistert! So ging also die Bastelei los und es war wirklich schön zu sehen, wie positiv diese reagiert haben.

PLUS! Ich bin an der Promenade entlang gelaufen, um zur Schule zu gehen, mit einer ganzen Box voll mit leeren Plastikflaschen. Meine Güte, ich wurde angestarrt! Teilweise kamen Menschen sogar auf mich zu und fragten was ich damit mache, die positive Resonanz hat mich dann auch wieder bestärkt, dass die Menschen sicherlich von dem Problem wissen, aber oftmals keine Ahnung haben, was sie aktiv dagegen unternehmen können.

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Ich hoffe dass ich solche Dinge auch in Zukunft öfter machen kann. Es hat mich wahnsinnig glücklich gemacht und ich kann kaum in Worte fassen, wie schön es war, zu sehen wie engagiert die Kids waren.

Interessiert ihr euch für soziale Projekte? Hast du vielleicht selber schonmal bei einem mitgemacht? Mehr Solo Travel Posts findest du hier!

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4 Kommentare

  1. 12. April 2019 / 14:55

    Das ist echt ein toller Post und es freut mich, dass du den Kindern erklären konntest, dass Plastik nicht gut für die Umwelt ist. Echt eine super idee mit den Blumentöpfen. 😉
    Ich bin echt begeistert und freue mich für dich, dass du so ein Projekt auf die Beine stellen konntest. Weiter so! ♥

    Liebe Grüße
    Sweta

  2. 12. April 2019 / 16:24

    Ich finde das mega super!!!
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!

  3. 12. April 2019 / 19:31

    Ich bin immer wieder unheimlich begeistert davon was du leistest! Ganz ehrlich? Irgendwie lebst du deinen Traum nur, dass ich hier so viel Verantwortung für meine Tiere trage, dass ich nicht weg kann. Aber irgendwann möchte ich auch durch die Welt reisen und gutes tun. Immer wieder toll deine Projekte zu lesen!

    Liebe Grüße, Franzi
    von http://www.smellslikefashion.de

    • 12. April 2019 / 22:16

      Made my day <3 Vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Glaube mir, ich wollte das alles schon so lange machen. Habe auf Chancen gewartet und nun einfach beschlossen es zu machen, seither haben sich die Türen von ganz alleine geöffnet. Mehr dazu gibt es am Sonntag in meinem Artikel, da beschreibe ich genauer, wie sich mein Leben in den letzten 6 Wochen so zum positiven verändert hat 🙂 Danke nochmal, Liebes!

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