Gedankenpost: Social Media Pause – Die Kunst der Kapitulation

Hallo meine Lieben,
auch heute sollte eigentlich wieder ein anderer Artikel online kommen, doch mir liegt etwas anderes auf dem Herzen. In diesem Gedankenpost möchte ich mich über die Kunst der Kapitulation äußern.

Japs, ich habe Instagram, Facebook & Co. von meinem Handy gelöscht und brauche eine Pause. Ich werde euch jetzt nicht berichten, wie es schon so viele getan haben „Es geht um die Balance, bla bla“. Fakt ist, dass Social Media und mein Handy mein Leben negativ beeinflusst und ich, obwohl ich es in so vielen Artikeln bereits gepriesen habe, immer noch keine Balance gefunden habe.

Ich bin ein Empath, was bedeutet, dass ich Stimmungen und Launen, seien es meine eigenen oder die der anderen Menschen sehr stark aufnehme. Selbst jetzt sitzt ein Mädchen neben mir und ist bei Facetime am lästern und mir schnürt sich der Hals zu. Ich werde wütend, nur durch das Hören und fühle mich negativ beeinflusst. Dieser Faktor kam mir vor allem bei Instagram fast täglich vor, obwohl ich es besser weiß und besser wusste, habe ich Gedanken und Gefühle entwickelt, die ich nicht haben wollte. Natürlich kann man Social Media auch ganz hervorragend für gute Dinge nutzen, das beweist doch schon „Fridays for Future!“. Doch ich finde meine Balance einfach nicht. Ich kapituliere!

Social Media Pause – So sieht meine Kapitulation aus!

Da ich meine Work/Life Balance endlich in den Griff bekommen habe und endlich meine Zeit hier wirklich voll und ganz genießen kann, neue Dinge ausprobiere, gute Bücher lese und wieder kreativ sein kann, da mein Kopf nicht mehr in zu viel Arbeit steckt, konnte ich mir auch endlich Gedanken machen, um das Thema was ich wirklich will und was mich wirklich glücklich macht. Und obwohl ich es gerne im Griff hätte, aber die Tatsache ist Social Media und noch nicht mal der Umgang mit meinem Handy macht mich wirklich glücklich. Ganz im Gegenteil, ich bin einfach nicht in der Gegenwart wenn ich am Handy bin. Vielmehr bin ich damit beschäftigt Eindrücke zu verarbeiten und das kann verdammt schwer und anstrengend sein.

Ich beneide Menschen, die nicht so von der äußeren Welt beeinflusst werden, doch so sehr ich es mir auch wünsche, ich schaffe es nicht. Diese Kapitulation, obwohl es ein negativ belastetes Wort ist, ist alles andere als negativ, sondern ein Neuanfang! Ich lasse mein Handy eingeschlossen im Sprint, trage wieder meine Uhr, wenn ich ein Foto haben möchte, frage ich eben die Leute um mich herum und kann einfach da sein. Selbst heute am Strand, ich konnte ohne Bedenken meine Sachen liegen lasse, da ich außer Tagebuch, Handtuch und das Buch was ich aktuell lese, nichts dabei hatte.

Surfen – Im Hier und Jetzt sein

Obwohl ich Montanita in Ecuador echt nicht mag, weil es absolut die Party Stadt ist, ist es perfekt zum surfen. Ich habe ein tolles Hostel, mit tollen Menschen, ein gutes Sozialleben und einen Stand weiter super Wellen für Surf-Anfänger. Unsere kleine Truppe geht täglich Surfen und ich merke einfach wie gut es mir tut in der Gegenwart zu sein, statt mich mit teilweise so dummen Geschichten zu beschäftigen. Ich habe auch absolut das Gefühl, dass mein Geist oder mein gutes altes Ego, echt immer nach Problemen sucht, da (Hand aufs Herz) ich absolut keinen Grund habe, gerade traurig, wütend, negativ oder sonst etwas zu sein. Im Hier und Jetzt sein, hilft mir da verdammt gut, auch um mit mir selber und meinen Emotionen umgehen zu können.

Surfen ist da wirklich der perfekte Sport für mich, wenn ich im Wasser bin, dann geht es nur noch um die Wellen und ab und an um ein paar dumme Witze, die ich mit den anderen reiße, aber nichts anderes. Ich mache mir keine Gedanken, um Artikel die ich noch schreiben muss oder Probleme die eigentlich keine Probleme sind. Wenn ich dann aus dem Wasser komme, fühlt es sich an, als hätte ich all die Last im Wasser gelassen. Ohne Handy ist es dann einfacher diese Last auch für längere Zeit hinter mir zu lassen. Vielmehr geht es mir darum den Moment zu genießen, meine dummen Sprüche zu reißen, Sonne zu tanken und die Zeit mit den Anderen zu genießen.

Das ist auch ein Grund warum ich einfach Social Media (auf unbestimmte Zeit) an den Nagel gehangen habe. Ich hatte teilweise das Gefühl als müsse ich es machen, als müsse ich diese Accounts haben, da ich eben auch immer noch Bloggerin bin. Mein persönliches Glück und Wohlbefinden sind mir aber viel zu kostbar, dass ich das weiterhin so durchziehen kann. Ich sehe auch einfach keinen Sinn mehr für mich dahinter, meine Gegenwart ist mir zu wichtig, als ich sie mit scrollen, gucken und Nachrichten schreiben vergeuden möchte.

Ob es für immer so sein wird? Keine Ahnung wirklich nicht! Wer weiß, vielleicht wird der nächste Gedankenpost darum handeln, wie ich Instagram wieder installiert und wie sehr ich es vermisst habe, glaube ich zwar nicht, aber ich stresse mich da nicht.

Ich mache das was sich gut anfühlt, und fuck yeah, es fühlt sich sehr gut an!

Hast du schonmal eine Social Media Pause gemacht und vielleicht sogar die Apps deinstalliert? Hast du schonmal bewusst dein Handy weggeschlossen? Hier findest du weitere Gedankenposts!

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3 Kommentare

  1. 26. Mai 2019 / 19:27

    Ich habe vor ein paar Jahren mal für 3 Monate konsequent auf mein Handy verzichtet, was erstaunlicherweise sehr gut funktioniert hat. Mittlerweile versuche ich ab und zu mal eine Pause von Social Media einzulegen und auch auf meinem Blog war es zuletzt sehr still.

    Liebst
    Julia
    https://sinceamoment.blogspot.com/

  2. 28. Mai 2019 / 22:37

    So eine Auszeit ist wirklich Gold wert, ich muss das auch mal wieder machen.
    Liebe Grüße, Mona

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