Gedankenpost – Was ich im Amazonas gelernt habe

Das einfache Leben - Was ich im Amazonas Gebiet gelernt habe - willascherrybomb - yvonne karnath

Hallo meine Lieben, heute gibt es mal wieder einen neuen Gedankenpost. Diesmal geht es darum, was ich in meinem kleinen Aufenthalt im Amazonas so gelernt habe.

Kurzer Input: Falls ihr meine Gedankenposts noch nicht kennt und ganz neu auf meinem Blog gelandet seid – Jeden Sonntag gebe ich meine Gedanken zum besten, sei es ausgelöst durch eine Konversation, ein Ereignis oder eben einem kleinen Trip, wie in diesem Fall. Ziel ist es meine Gedanken zu verarbeiten, eine Diskussion zu starten und/oder euch zum Denken anzuregen.

Was ich im Amazonas gelernt habe

Ich bin gestern von einem vier-tägigen Trip durch das Amazonas Gebiet von Ecuador wiedergekommen und befinde mich immer noch auf Wolke 7. Nicht nur, dass es an sich ein toller Trip mit super Leuten, einer wunderschönen Lodge und vielen wilden Tieren war, sondern es war für mich Balsam für die Seele und ein wohlverdienter Urlaub.

Jetzt mag der ein oder andere von euch lachen „Wohlverdienter Urlaub?“, Manche von euch sehen mich sicherlich als „Dauer-Urlauberin“, doch Tatsache ist, dass ich ein dickes Work/Life Balance Problem habe. Vor allem seid ich auch noch im Tierheim arbeite. Mit Vollzeit Job und Ehrenamt bleibt kaum noch Zeit zum atmen, doch sicherlich beschwere ich mich nicht. Man kann schon sagen, es ist mein „liebstes“ Problem. Dennoch habe ich eingesehen, dass es wenig bringt so viel zu Reisen, wenn ich es nicht genießen kann.

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Digital Nomaden Lifestyle adé

Ich hasse diese Bezeichnung zwar…“Digital Nomade“, jedes mal wenn ich darauf angesprochen werde, sage ich eher „Heimatlos mit Internet“. Das ist defintiv die passendere Bezeichnung. Nun gut, sagen wir mal so, als „Digital Nomade“ ist man meistens sehr stark auf das Internet fokussiert – Kein Internet, keine Arbeit. Daher war er ungewohnt für mich 4 Tage offline zu sein, aber Hand aufs Herz, ich habe es keine Sekunde vermisst. Hört sich scheiße an, da ich mein Leben so leben kann, durch das Internet, aber auch hier macht die Balance wieder einiges aus.

Vier Tage war ich also mitten im Dschungel, umgeben von wunderschöner Natur, konnte auf meinem kleinen Balkon den Affen zuschauen und lebte die Einfachheit.

Luis – Das Unikat

Zu der Einfachheit im Amazonas gehörte auch unser Guide Luis und Freunde, ich kann euch sagen, ich habe in meinem Leben noch NIE so einen Menschen kennengelernt. Im positiven Sinne natürlich. Er hat sich selber Deutsch und Englisch beigebracht, spricht 2 Sprachen von Stämmen aus dem Dschungel und Spanisch natürlich. Zudem haben wir sicherlich 100 Vögel gesehen, die er in der hintersten Ritze eines Baumes entdeckte, konnte uns die Namen und die Namen auf Latein nennen und so vieles mehr. Zudem erzählte er die verrücktesten Geschichten, sei es dass er als Kind mit seinem Vater 3 Tage im Dschungel verschollen war oder das er selber beschlossen hat 4 Tage im Dschungel einem Geräusch nachzugehen, einfach weil er wissen wollte was es ist.

Luis hat mich absolut begeistert, vor allem da er mir die Augen geöffnet hat, wie es möglich ist ein komplett anderes Leben zu leben. In der westlichen Welt ist es nun mal Gang und Gebe im Überfluss zu leben und sich ständig mit Handy, Fernseher, Laptop und Co. ablenken zu wollen. Oder wann hast du das letzte Mal wirklich einfach mal gar nichts getan? Damit meine ich nicht deine „Me-Time“ beim Joggen oder wenn du mit dem Hund spazieren gehst, ich meine komplett einfach nichts zu machen.

Das einfache Leben

Auch wenn ich aus meinem Rucksack lebe, auf Budget unterwegs bin und mich nicht als schickimicki Tante bezeichnen würde, würde ich dennoch nicht sagen, dass ich ein einfaches Leben lebe. Diese kleine Auszeit im Amazonas hat mir gezeigt, dass ich oftmals das „9 to 5“ Leben als „Digital Nomade“ lebe und selbst in meiner Freizeit zu Ablenkungen greife. Ich denke, dass ist ein großes Problem der heutigen Zeit mit Social Media und Co. ist es zu einfach, die Aufmerksamkeit auf andere Dinge, als sich selbst zu richten.

Das einfache Leben - Was ich im Amazonas Gebiet gelernt habe - willascherrybomb - yvonne karnath

Ich bin ehrlich zu euch, manchmal ist es auch einfach schmerzhaft sich mit den eigenen Gedanken auseinander zu setzen. Vor allem wenn man so ein starker Kopf-Mensch ist wie ich. Ich sage immer das „kleine Arschloch“ (aka. das Ego) meldet sich mal wieder, wenn sich negative Gedanken verbreiten. Das einfache Leben mag dabei helfen, denn oftmals haben wir endlose To-Do Listen, die wir uns selber auferlegen und denken, dass wir dem gerecht werden müssen und diese Liste erfüllen sollten, doch Fakt ist, wir müssen gar nichts.

Natürlich habe ich meine Mails nach diesen vier Tagen gecheckt und leichte Panik bekommen, da ich das Schlimmste befürchtet hatte und wisst ihr was? Nichts ist passiert!

Meine Erkenntnis

Meine Erkenntnis ist einfach einen Schritt zurück zu treten und meinen Fokus mehr auf die Dinge und Leute zu legen, die mich glücklich machen. Mehr das einfache Leben zu preisen, statt mir weitere Bürden aufzuerlegen. Auch mal in Stille zu sitzen und dem „kleinen Arschloch“ in meinem Kopf eine Pause gönnen.

Wie sieht eure Work/Life Balance aus? Wie sieht für euch das einfache Leben aus? Mehr Gedankenposts findet ihr hier!

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2 Kommentare

  1. 21. Mai 2019 / 1:13

    Ein unglaublich spannender Beitrag! Ich würde am liebsten meine Sachen packen und direkt selber dort hin fahren! Ich würde mich sehr über einen Beitrag freuen, wo du erzählst wie man so eine Reise in den Amazonas organisiert. Ich wüsste nicht mal, wo ich da anfangen könnte oder woher ich wissen kann wem man dort vertrauen kann… 🙂
    Liebe Grüße!

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