Gedankenpost – Das Schönste am Reisen

Hallo meine Lieben,
es ist mal wieder Sonntag und somit Zeit für einen neuen Gedankenpost, diesmal geht es darum, was für mich persönlich das Schönste ist am Reisen.

Ganz ehrlich, ich könnte eine lange Liste mit all den positiven Dingen machen, die ich mit dem Reisen assoziiere, doch eine „Sache“ sticht für mich immer und immer wieder heraus. Diese eine „Sache“ hat von jetzt auf gleich die Chance aus einer schlechten Erfahrung eine wunderschöne zu machen. Ehrlich gesagt glaube ich auch immer noch kaum, dass ich das hier sage, aber… es sind die Menschen. Jetzt könnte man argumentieren, dass man nicht verreisen muss, um andere Menschen kennenzulernen, doch es ist absolut nicht das Gleiche.

Ich kann nur für mich selber sprechen, da ich der Meinung bin, dass ich auf Reisen anders bin als daheim. Mal ganz davon abgesehen, dass ich nicht sonderlich glücklich bin, wenn ich auf Dauer Zuhause bin und sich das demnach auf meinen Charakter auswirkt, doch zugleich sind meiner Meinung nach Menschen auf Reisen viel offener. Natürlich hat Reisen so viele andere Vorteile, doch wenn man schonmal für längere Zeit auf Reisen war, dann wird mir sicherlich jeder Recht geben, macht es verdammt viel aus mit welchen Leuten man sich umgibt. So viele Situationen haben sich schon ergeben, dass ich vielleicht nicht am schönsten Ort der Welt war, aber dennoch viel zu lange geblieben bin, weil ich einfach tolle Leute kennengelernt habe, zuletzt erst vor einem Monat in Montanita, Ecuador. Genauso könnte ich es auch erst vor kurzem in Huanchaco, Peru feststellen. Ich habe in einem Hostel gearbeitet und wir hatten eine richtige Volunteers Gruppe, diese Gruppe hat einfach perfekt zusammengepasst und irgendwie sind die Tage wie im Flug vergangen. Dann sind alle weitergezogen, aber ich bin noch eine Woche länger geblieben, konnte dann die neue Volunteer Gruppe kennenlernen und habe erstmal wieder realisiert wie viel es doch aus macht mit den richtigen Leuten die Zeit zu verbringen. Die ganze Erfahrung war komplett anders!

Ist das nicht ein Widerspruch zum alleine Reisen?

Ich preise auf diesem Blog immer und immer wieder an wie sehr ich es liebe alleine zu reisen und jetzt könnte man argumentieren, dass dies doch ein Widerspruch sei, zudem was ich in diesem Artikel thematisiere. Meiner Meinung nach ist es nur ein weiterer Grund FÜR das alleine Reisen, denn erfahrungsgemäß fällt es mir leichter neue Menschen kennenzulernen, wenn ich alleine bin. Auch wenn ich mir andere Reisende anschaue, dann ist es schon sehr auffällig, dass Gruppen auch oft in Gruppen bleiben. Selten gehen diese Gruppen dann auf eine andere Person zu und genauso ist es viel schwieriger in einer bereits existierenden Gruppe Anschluss zu finden. Wenn dann aber zwei Alleinreisende aufeinander treffen, dann ist es viel leichter in Kontakt zu kommen.

Wieso man Menschen im Ausland kennenlernen sollte

Ich spreche jetzt nicht von den Leuten die nach Spanien oder Holland reisen und dann dennoch nur mit Deutschen rumhängen, sondern bin ich der Meinung, dass man die Chance des Reisens nutzen sollte, um Menschen aus aller Welt kennenzulernen. Teilweise ist es sehr lustig, skurill oder sogar traurig was am Ende dabei rumkommt. Ich habe die tollsten Menschen kennenlernen dürfen, mit den interessantesten Geschichten und den schönste Ausstrahlungen. Gestern alleine saß ich auf meinem Hostelbett und habe mit einer Britin gesprochen, bis ich Tränen gelacht habe. Wir haben miteinander gesprochen, als würden wir uns schon seit Jahren kennen und irgendwie machen solche Momente für mich das Reisen aus. Ich scheiße ehrlich gesagt auf die Stempel im Reisepass oder die Anzahl der Länder, die ich bereist habe (ich weiß es wirklich nicht und finde es ist so ein typisch deutsches Ding, dich mit der Anzahl der Länder zu battlen).

Die richtigen Leute können aus einer schlechten Erfahrung die Beste machen!

Wenn man Leute auf Reisen kennenlernt hat man direkt schon eine Gemeinsamkeit gefunden, über die es wirklich leicht ist ins Gespräch zu kommen – das Reisen (duuuuhhh)! Von da an kann man sich dann durch den Backpacker Smalltalk kämpfen und wenn man dann noch nicht aufgeben hat, hat man die Chance die richtige Person kennenzulernen. Vor allem in meiner Zeit in Huanchaco hatte ich wahnsinnig interessante Gespräche mit der ersten Volunteers Gruppe, ich habe tatsächlich über Dinge gesprochen, die normalerweise auf Reisen kein Thema sind, hatte die Chance offen zu sein und das war mehr als befreiend. Auch wenn man in Huanchaco eigentlich nichts machen kann, als im Arschkalten Wasser zu surfen und Yoga zu machen, hat sich die Zeit doch für mich gelohnt und das war auch mitunter durch diese Leute und diese Gespräche. Ich denke, dass ich in dieser Zeit viel gelernt habe, auch durch den Wechsel und die Möglichkeit Menschen mal näher an mich heranzulassen als bis zum typischen Backpacker Smalltalk. Immer wenn ich über diesen Punkt hinausgekommen bin und Menschen wirklich kennenlernen durfte und auch wirklich in mein Herz geschlossen habe, habe ich wieder gemerkt, worum es mir eigentlich auf Reisen geht und das ist einfach eine schöne Zeit zu haben, so wie ich bin angenommen zu werden und offen auf das Leben zuzugehen.

Was ist für dich der Schönste Aspekt des Reisens? Hier findest du noch weitere Gedankenposts von mir!

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3 Kommentare

  1. 21. Juli 2019 / 16:43

    Hey, danke für deine Gedanken. Ich bin auch schon alleine gereist und fand das total aufregend.
    Liebe Sonntagsgrüße!

  2. Vanessa
    21. Juli 2019 / 17:22

    Interessante Gedanken & schön geschriebener Blogpost!

  3. Larissa
    21. Juli 2019 / 20:01

    Ich kann deine Gedankenzüge absolut nachvollziehen. Mir geht es zudem ähnlich. Sobald ich länger Zuhause bin, ändert sich mein Gemütszustand. Menschen aus anderen Ländern und aus anderen Kulturen sind sehr inspirierend. Auf Reisen lernt man einfach die unterschiedlichsten Menschen kennen. Das macht das Reisen einfach aus 🙂
    Liebe Grüße
    Larissa

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