Gedankenpost: Der Beginn meines Vipassana Retreats

Gedankenpost: Der Beginn meines Vipassana Retreats - willascherrybomb - yvonne karnath

Hallo meine Lieben,
wenn ihr das lest sitze ich wohl gerade in der Meditationshalle meines Vipassana Retreats. Heute möchte ich mich ein wenig dazu äußern, noch bevor es eigentlich losgegangen ist.

Es sind nur noch ein paar Stunden, bis ich ein Collectivo nach Calca in der Nähe von Cusco nehmen werde. Ich wollte schon so lange ein Vipassana Retreat machen, doch irgendwie hat es sich nie richtig angefühlt. Nun ist es aber an der Zeit und ehrlich gesagt dreht sich mir der Magen um.

Was ist überhaupt Vipassana?

Vipassana ist eine Meditationstechnik, in diesem Fall welche ich 10 Tage lang dieses Retreat machen und so bis zu 12 Stunden am Tag meditieren. Es ist nicht erlaubt zu sprechen, schreiben, Musik hören, etc. Es wird versucht so gut es geht eine völlige Isolation nachzustellen. Auf der Webseite von Dhamma habe ich noch diese Informationen gefunden:

„Vipassana ist eine der ältesten Meditationstechniken Indiens und bedeutet soviel wie die Dinge zu sehen, wie sie wirklich sind“. Vipassana wurde in Indien vor über 2500 Jahren von Gotama, dem Buddha, wiederentdeckt und von ihm als ein universelles Heilmittel gegen universelle Krankheiten, als eine Kunst zu leben gelehrt. Keiner bestimmten Religion zugehörig, strebt diese Technik, die vollständige Beseitigung geistiger Unreinheiten und letztendlich das Glück vollkommener Befreiung an.

Vipassana ist ein Weg der Selbstveränderung durch Selbstbeobachtung. Der Fokus liegt auf der tiefen Wechselbeziehung zwischen Körper und Geist, die durch eine geschulte, auf die körperlichen Empfindungen gerichtete Achtsamkeit auf direktem Wege erfahren werden kann. Diese Empfindungen bestimmen das Leben des Körpers und beeinflussen so im ständigen Wechselspiel die Konditionierung des Geistes. Die auf eigene Beobachtung gründende, selbsterforschende Reise zu dem gemeinsamen Ursprung von Geist und Körper löst die geistigen Unreinheiten auf und führt zu einem ausgeglichenen Geist voller Liebe und Mitgefühl.“

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Wieso mache ich das Vipassana Retreat?

Vor gut 2 Monaten habe ich mich beworben und schon vorher beschlossen, dass nun die richtige Zeit ist es endlich durchzuführen. Zwar bin ich gerade Dank meiner 4-tägigen Wanderung gesundheitlich angeschlagen, doch bin ich auch froh, dass es nun endlich losgeht. Wenn man beschließt so etwas zu machen, dann sollte man es sicherlich nicht auf die leichte Schulter nehmen. 10 Tage sind eine lange Zeit sich selber ausgesetzt zu sein, doch genau das möchte ich. Im Alltag nutzen wir jegliche Ablenkungen, um dem Schmerz und sich selber aus dem Weg zu gehen und genau das wir beim Vipassana getriggert.

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Meine genauen Hintergründe werde ich nach dem Retreat in einem separaten Post, mit meinen Erfahrungen erläutern, da ich im Moment ehrlich gesagt gar nicht weiß wie ich auf diese neue Situation reagieren werde. Ich habe mit so vielen Leuten darüber gesprochen und ich wurde mehr oder weniger wieder auf dem Boden der Tatsachen zurück geholt, da mir ALLE gesagt haben, dass es kein Spaziergang ist, aber sich im Nachhinein lohnt. Ich möchte diese Erfahrung machen, nicht nur für mich in der jetzigen Zeit, sondern auch in der Zukunft.

Am 11. August habe ich es hinter mich gebracht und werde euch zeitnah berichten wie es war und wie es sich angefühlt hat. Wenn du weitere Gedankenposts lesen möchtest, dann schaue doch gerne hier vorbei!

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