Gedankenpost: Die Lasten unserer heutigen Gesellschaft und was sie mir unserem Verstand machen

Gedankenpost: Die Lasten unserer heutigen Gesellschaft und was sie mir unserem Verstand machen - willascherrybomb - yvonne karnath

Hallo meine Lieben,
ich befinde mich immer noch im Paradies und verbringe viel Zeit damit mich und meine Gefühle zu observieren und so gut es geht meine Wunden zu heilen. Heute bin ich aufgewacht und habe diesen Artikel in meinem Kopf gehabt, es geht um „Die Lasten unserer heutigen Gesellschaft und was sie mir unserem Verstand machen“.

Ich habe gestern mit einem Freund von mir, den ich erst vor ein paar Monaten auf Reisen kennengelernt habe. Er ist mittlerweile wieder zurück in der Schweiz und berichtete mir von den Problemen des schnellen Lebens, die sich bei seiner Rückkehr offenbart haben. Gleichzeitig wartete ich eine Stunde im Restaurant der Villa auf mein Frühstück, trockenes Granola und eine Handvoll kleingeschnittene Früchte. Ich musste schmunzeln, es stimmt tatsächlich, dass die Uhren in Lateinamerika anders ticken…was aber macht dieses Verständnis von Zeit mit uns? Wieso streben wir es an möglichst schnell zu leben, von einem Termin zum anderen zu rasen und möglichst viel von unserer To-Do Liste abzuhaken?

Vor ein paar Monaten erzählte mir ein Schulfreund, dass Jemand von der Schule damals nun das erste Kind erwartet. Er ist mittlerweile bereits verheiratet, arbeitet Vollzeit und „er kauft sich bald ein Haus – mit 27!“ Ich erinnere mich noch, wie wir eine der Hauptstraßen meiner kleinen Stadt entlanggelaufen sind und ich anfing zu lachen. Ich drehte mich um zu meinem alten Schulfreund und sagte nur „Und dann?“ Er blieb stehen und guckte mich mit großen Augen an „Ähm…Tod?“ und lachte ebenfalls. Jaja, wir hatten schon immer einen makaberen Humor, doch dies spiegelt genau das wieder was ich meine. Wieso rasen wir so durch das Leben, vergessen komplett im Hier und Jetzt zu leben, obwohl wir doch insgeheim wollen, dass das Leben ewig hält oder zumindest so lange wie es geht?

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Das Leben verlangsamen

Glaubt mir, ich bin nicht hier um mit dem Finger auf Menschen zu zeigen, ich bin genauso schuldig. Vor allem kann ich ein richtiges Arbeitstier sein, etwas was die Selbstständigkeit aus mir gemacht hat. Dennoch ist all das Negative was ich gesundheitlich und mental in letzter Zeit durchmachen musste, ebenfalls ein Resultat des „nicht Abschalten“, des schnellen Leben, was meiner Meinung nach auf Reisen sogar noch schneller ist, da wir hier viel mehr Ereignisse und Emotionen verarbeiten muss. Ich bin Immer noch dabei zu lernen, wie ich mein Leben langsamer leben und dennoch effektiv an meinen Träumen arbeiten kann. Im Prinzip habe ich das mit Vipassana probiert, doch hier ist die Balance nicht optimal für mich. Hier hatte ich mehr und mehr das Gefühl (und ja jetzt werden die Yogis mir mit ihrer Yoga Matte ins Gesicht schlagen wollen), als verschwende ich meine Zeit.

Manchmal muss man im Regen stehen

Ihr kennt es sicher, plötzlich ist man komplett da. Man spürt den Wind, merkt jeden einzelnen Regentropfen auf der Haut, der Kopf ist frei von Gedanken, das Herz fühlt sich nicht mehr schwer an und man ist einfach am leben – im Hier und Jetzt! Vor allem in Bali als ich mein Yoga Retreat gemacht habe, was jetzt auch gut 3 Jahre her ist (fliegt nicht nach Bali, die Zeiten haben sich geändert), saß ich so oft auf meinem Bett am Ende des Tages und war einfach so glücklich und befreit, dass ich mich kneifen musste, um mich daran zu erinnern, dass es das wahre Leben ist. Immer wieder denke ich an diese Momente, da sie für mich das Ultimum waren und dies für mich erstrebenswert ist, statt Auto, Haus und Co.

Gedankenpost: Die Lasten unserer heutigen Gesellschaft und was sie mir unserem Verstand machen - willascherrybomb - yvonne karnath

Gestern hatte ich wieder so einen Momenten, ich kam gerade hoch vom Essen, war auf dem Weg zum Bungalow und hörte in der Distanz schon den Donner grummeln. Es wurde immer dunkler und auf dem Weg ging ich an einer kleinen Terrasse vorbei. Sie zeigte direkt zum See Atitlan und auf die Vulkane. Ich änderte die Richtung ohne nachzudenken, stand dort an dem Aussichtspunkt, schaute auf den See und die Vulkane, spürte den Wind und langsam begann es zu regnen. Es störte mich nicht, sondern machte den Moment perfekt. Da war es wieder, dieses Gefühl von absoluter Zufriedenheit und Präsenz in der Gegenwart, ein Zeichen das ich auf dem richtigen Weg bin.

Habt ihr manchmal Probleme abzuschalten und im Hier und jetzt zu sein? Hier findet ihr weitere Gedankenposts von mir!

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