Gedankenpost: So nah am Ziel und doch so weit entfernt!

Gedankenpost: So nah am Ziel und doch so weit entfernt! - willascherrybomb - yvonne karnath

Hallo meine Lieben,
heute möchte ich euch erzählen, wieso ich gerade so nah an meinem Ziel bin und doch so weit entfernt.

Spoiler Alert: Viele von den Menschen, die mich kennen und die diesen Blog lesen, werden jetzt mit den Augen rollen – Ja, es geht um die Antarktis. Die Antarktis zu bereisen ist mein Traum, seit ich vor über 4 Jahren das Reisen begonnen habe. Mit schlechten Entschuldigungen wie „Ich mache es, wenn ich einen richtigen Job habe“, versuchte ich mich zu überzeugen, dass es Zeit hat. Tatsache ist, Wenn die Antarktis (und ich) etwas nicht haben, dann ist es Zeit.

Wieso habe ich mich nun dennoch auf dem Weg gemacht?

Letztes Jahr hat mir dann Jemand die Augen geöffnet. Ich habe in den Philippinen einen Australier kennengelernt und bei einer dieser super tiefgründigen Konversationen, die ich so liebe, fragte er mich, was ich jetzt am liebsten machen möchte, wenn es in meiner Hand liegen würde? Ohne nachzudenken, sagt ich „Die Antarktis bereisen“, seine Antwort war nur „Wieso machst du es dann nicht?“. Mein Kopf ratterte und ich berichtete ihm von all den Gründen, die ich mir über die Jahre selbst erzählte. Er grinste nur und ich wusste, dass all die „Gründe“ tatsächlich nur leeres Gelaber waren. Es waren keine Gründe, sondern nur Entschuldigungen.

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Ja, die Antarktis bereisen ist scheiße teuer, doch was ist schon Geld, wenn es um deinen Traum geht?

Ja, ich müsste nach Argentinien, was zu dem Zeitpunkt die andere Seite der Erde war, doch wann hat mich Distanz schonmal abgehalten meinem Herzen zu folgen?

Ja, ich kann die Zeit, in der ich auf dem Schiff bin nicht arbeiten, doch ich bin nicht auf den Kopf gefallen und kann mir meinen Hintern vorher aufreißen, um vorher zu arbeiten.

In dem Moment beschloss ich, dass 2019 das Jahr sein wird, in dem ich die Antarktis bereisen werde und nicht nur das, ich bereise zudem Süd Amerika, bis ich schließlich im November in Ushuaia ankommen werden. Wie manche von euch wissen, hat sich dieser Plan ein wenig geändert, plötzlich war ich in Zentral- und Nord Amerika, aber ehrlich gesagt, war Planen noch nie so meine Stärke.

Doch dann kamen die Hürden…

Neben Verletzungen, Krankheiten und jetzt plötzlich auch einer Allergie?! stellen sich mir mehr und mehr Hürden in den Weg, je näher ich meinem Ziel komme. Ich bin ein absoluter Glückspilz (normalerweise), habe mit Sicherheit mehr Glück als Verstand, denn ich kleiner Idiot bringe mich eigentlich regelmäßig in die komischsten Situationen, doch komme immer und immer wieder brenzlich heraus. Naja, mittlerweile traue ich meinem Glück nicht mehr, denn mich lässt der Gedanke nicht los, dass ich mir meinen Traum verdienen muss.

Die Mehrheit von euch wird sicher „The Alchemist“ von Paulo Coelho gelesen haben. Für die Anderen, sorry aber ich werden diesen nun für euch spoilern. Wenn der Junge seinem Traum zum greifen nahe ist, kommen mehr und mehr Probleme auf ihn zu, sei es der Krieg in der Wüste oder das er gefangen genommen wird. Ich erinnere mich an die eine Konversation, in dieser geht der Alchemist darauf ein, dass all diese Hürden und Probleme nun auf den Jungen zukommen, da das Universum ihn testen möchte. Es möchte sehen, dass der Junge sich die Erfüllung seines Traums wirklich verdient.

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Jetzt werden noch mehr von euch die Augen rollen und sich denken „Oh mein Gott Yvonne, chill mal, jeder hat mal eine Pech-Strähne“ und ja, ihr habt sicherlich recht, doch vielleicht bin ich eine richtige Eso-Tante geworden und ziehe mich nun daran hoch. Verfolgt von Skorpionen, getestet vom Universum, vielleicht gehts jetzt echt langsam mit mir los. Aber ist es nicht auch irgendwie ein beruhigender und schöner Gedanke, dass selbst Pech-Strähnen einen Sinn haben? Das man sich, was auch immer man im Leben möchte wirklich erarbeiten muss? Vielleicht ist es nur die Romantisierung einer ziemlich grauen Welt oder meine Fantasie, die in meinem Kopf eine Geschichte nach der anderen erzählt. Wer weiß…

Jeder kann glauben was er oder sie möchte, doch eines ist sicher, wenn wir wirklich etwas wollen im Leben, dann lohnt es sich „den Arsch aufzureißen“, egal was kommt. Neben verdammt vielen Lektionen, die ich gerade mal wieder lernen muss, möchte ich nichts missen. Nicht meine Verletzung, nicht meine zweite Verletzung, nicht meine Reisemüdigkeit, nicht meine neuentdeckte Pollen Allergie und nicht den ganzen Mind Fuck.

Das wird es schon wert sein!

Habt ihr auch schonmal einen seht großen Traum von euch erfüllt und musstet mit einigen Hürden und Problemen kämpfen? Weitere Gedankenposts findet ihr hier!

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