Gedankenpost: Was ist eigentlich Mut?

Hallo meine Lieben,
heute möchte ich auf das Thema Mut eingehen und wieso ich finde, dass meine Definition ein wenig anders ist, als die der Allgemeinheit.

Wenn ich Menschen von meinen Reisen erzähle, sagen diese mir oft, wie mutig ich doch bin. Vor allem all das alleine zu machen und als Frau. Auch wenn ich es immer noch sehr traurig finde, dass es so etwas Spezielles ist als Frau alleine zu Reisen, kann ich den Punkt schon verstehen. Doch zugleich finde ich nicht, dass ich mutig bin. Zumindest nicht im Sinne des Reisens.

Schon in vergangenen Gedankenposts bin ich darauf eingegangen wieso ich nicht unbedingt denke, dass Reisen viel Mut erfordert. Jedes Mal wenn ich darauf angesprochen werde, wie mutig ich doch sei, ertappe ich mich immer und immer wieder wie ich all die Gründe aufzähle, wieso, weshalb und warum alles halb so schlimm ist.

Reisen war noch nie so einfach wie heutzutage!

Ich glaube was wirklich Mut erfordert ist den ersten Schritt zu gehen. Wie in jedem Bereich des Lebens eigentlich, sei es einen neuen Job anzutreten oder auch einen alten zu kündigen. Der erste Schritt und die erste Zeit nach dieser Entscheidung sind sicherlich die schwersten und diese die den Mut erfordern, da wir wissen, dass es nicht leicht sein wird. Ein Ticket zu buchen, den Rucksack zu packen und den Bus zum Flughafen zu nehmen ist sicherlich alles andere als nervenaufreibend und demnach leichter umzusetzen.

Was ist aber nun Mut für mich?

Die letzten 4 Jahre waren ein wahres Wechselbad der Gefühl und für mich persönlich hätte es nicht besser laufen können. Würde ich dennoch sagen, dass ich nun mutiger bin als zu Anfang meiner Reise? Sicherlich nicht. Mut ist für mich etwas ganz anderes, denn Mut ist es über Dinge zu stehen, den eigenen Weg zu gehen, obwohl alles dagegen spricht und Risiken auf sich zu nehmen.

Ich musste Mut beweisen, als ich mich dazu entschloss den traditionellen Weg, den mit meine Familie und Ausbildung geebnet haben hinter mir zu lassen und stattdessen meinem Herzen zu folgen. Hat das was mit dem Reisen an sich zu tun? Nein! Vielmehr ist es das Risiken in Kauf nehmen, dass man eine „falsche“ Entscheidung trifft.

Genauso bedarf es Mut von 0 anzufangen, sei es sich in einer neuen Stadt niederzulassen, einen neuen Job zu beginnen, der vielleicht gar nicht in den Feld ist, in dem man vorher gearbeitet hat oder auch sein Herz für Jemanden zu öffnen, nachdem es gebrochen wurde. All das bedarf waren Mut.

Mut zahlt sich immer aus!

Ja klar, man weiß nie wo einen das Leben so hinbringen wird, ja es kann immer passieren, dass beispielsweise das Herz wieder einmal gebrochen wurde, obwohl man den Mut bewiesen hat, sich wieder zu öffnen, doch was ist die Alternative? Die Alternative ist in einer Blase zu leben, ohne Aufregung, ohne Risiken und ohne diese Achterbahn der Gefühle, aber ist das wirklich leben?

Kann man von sich behaupten, dass man wirklich lebt, wenn man immer den einfachen und „sicheren“ Weg geht? Was meinst du? Hier findest du weitere Gedankenposts!

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