Antarktis Reise – Den siebten Kontinenten entdecken

Antarktis Reise – Den siebten Kontinenten entdecken

Hallo meine Lieben, hier ist ein ausführlicher Bericht meiner Antarktis Reise und alle wichtigen Informationen, die zu diesem Thema entstehen können!

Die Antarktis zu bereisen, war schon immer mein Traum. Schon zu Beginn meiner Reise 2015 war ich immer von den Orten besonders angesprochen, die komplett anders sind als Deutschland. Daher zog es mich immer weiter in die Ferne – bis ich schließlich meinen Traum am 11.11.2019 erfüllen konnte! Von Ushuaia aus ging es für mich in die Antarktis und oh man – das war ein Trip!

Falls euch interessiert, was wir so täglich gemacht haben, wie ein klassischer Tag an Bord aussah, welche Tiere wir gesehen haben, wo wir genau unterwegs waren, etc. Dann seid ihr hier genau richtig!

Antarktis Reise – 10 Tage am Ende der Welt

Antarktis Reise – Den siebten Kontinenten entdecken Karte

Spoiler Alert – Es wird ein sehr langer Text, also schnappe dir einen Tee oder ein Bierchen und mache es dir bequem! Ich habe nun endlich den Entschluss gefasst, um dir im Detail von meiner Antarktis Reise zu berichten oder auch „Der besten Reise meines Lebens“.

Antarktis Reise – Den siebten Kontinenten entdecken

Der Tag vor meiner Antarktis Reise

Ich flog am Tag zuvor von Cordoba runter nach Ushuaia und natürlich verlief das nicht ohne Probleme.

Am Flughafen in Cordoba saß ich schon am Gate als plötzlich mein Name ausgerufen wurde. Es hieß, es gebe ein Problem mit meinem Gepäck und mir rutschte das Herz in die Hose. Ich konnte mir eben nicht erlauben den Flieger zu verpassen. Stellte sich heraus das CBD Öl in Argentinien illegal ist. Mit biegen und brechen, erklärte ich, dass ich es in Deutschland gekauft habe und als natürliches Schmerzmittel verwende. Eine Brasilianerin, die ebenfalls ausgerufen wurde und auf dem Weg in die USA war übersetzte für mich und letztlich konnte ich fliegen. Übrigens hat die gute Frau versucht mit einem Feuerzeug in Form einer Waffe in die USA einzureisen…ich lasse das jetzt mal so hier stehen.

In Ushuaia angekommen war ich direkt hin und weg! Es erinnerte mich an Dänemark, aber umringt von schneebedeckten Bergen. Unglaublich schön und einzigartig!

Antarctica21 team
Foto: Veronica Ibanez

Tag 1: Beginn der Reise in Ushuaia und Boarding

Die Antarktis Reise begann in Ushuaia, Argentinien. Der unterste Zipfel von Südamerika und bekanntlich „Das Ende der Welt“. Von hier aus starten die meisten Reisen in die Antarktis, aber auch zum Wandern ist Ushuaia sehr beliebt.

Das Boarding war um 2 Uhr und verlief super schnell und einfach. Mir wurde eine Zimmernummer gegeben und das Gepäck wurde auf mein Zimmer gebracht. Ich teilte mir ein Zimmer mit einer etwas älteren Australierin, die sagen wir mal so – nicht die einfachste Zeit auf See hatte und das Zimmer kaum verließ. Ich war absolut überwältigt von dem Schiff, dem Service und allem was vor mir lag!

Direkt am Anfang lernte ich andere Deutsche kennen, die ebenfalls allein unterwegs waren und wir mehr oder weniger das gleiche Alter hatten. Allgemein war es aber absolut kein Problem Anschluss auf diesem Schiff zu finden, denn durch die geringe Anzahl an Passagieren war es eine sehr familiäre Atmosphäre.

Ocean Nova schiff
Foto: Veronica Ibanez

Das Schiff – Die Ocean Nova

Ich habe das letzte Bett auf der Ocean Nova bekommen, mit nur 67 Passagieren. Das Schiff ist, das kleinste das in die Antarktis fährt, was zwar bedeutet, dass es mehr von Wellen beeinflusst wird, somit die Drake Passage schlimmer ist als bei größeren Schiffen, doch gibt es viele Vorteile. Zum einen dürfen in der Antarktis gerade mal 100 Menschen an Land. Hört sich viel an, ist es aber tatsächlich nicht. Vor allem da man so warten muss, bis man selber an der Reihe ist. Dieser Faktor ist bei meiner Antarktis Reise komplett entfallen. Vielmehr wussten wir, dass wir immer an Land dürfen. Zum anderen ändern sich die Konditionen in der Antarktis ständig, was bedeutet, dass es passieren kann, dass von einem Moment auf den anderen beschlossen wird, dass es nun zu gefährlich ist an Land zu gehen. So kann es passieren, dass eine Gruppe an Land kann und die andere eben nicht.

Der größte Vorteil ist allerdings (und das hat sich bei meiner Reise absolut ausgezahlt) ist, dass kleine Schiffe leichter Landungen durchführen können. Große Schiffe brauchen viel mehr Platz und können sich weniger durch das Eis bewegen. Das war auch bei mir der Fall, wie ich nach der Antarktis Reise erfahren habe, waren wir die einzigen, die an Land gegangen sind! Da wir am Anfang der Saison gefahren sind, war das Eis noch sehr fest und die Konditionen waren tough, somit waren wir durch die Größe des Schiffes als einzige in der Lage nah genug an Land zu kommen, um mit den Zodiacs (kleinere Boote) zu landen.

Weitere Informationen zum Schiff findest du auf der offiziellen Internetseite.

Drake Passage
Foto: Veronica Ibanez

Tag 2 + 3: Rauer Seegang auf der Drake Passage

Die ersten zwei Tage auf See waren hart. Ich habe in meinem Leben noch nie 6 Meter Wellen erlebt, man wurde herumgeschleudert und musste mit der Übelkeit kämpfen. Wir wurden mit Tabletten versorgt, die ich aber nach dem ersten Tag absetzen, denn sie machten mich sehr schläfrig. Übergeben musste ich mich zwar nicht, doch angenehm war die Zeit dennoch nicht. Um die Zeit zu überbrücken wurden informative Präsentationen gehalten und ehrlich gesagt verging die Zeit wie im Fluge!

Der Expeditionsleiter hat uns täglich mit allen wichtigen Informationen auf dem Laufenden gehalten, sodass ich mir nie die Frage stellte „Und jetzt?“, vielmehr gab es immer etwas zu tun.

Siebte Kontinent

Tag 4: Half Moon Island + Fort Point

Direkt am offiziellen ersten Tag, wurde uns klar, dass man nie genau weiß was einem die Antarktis so beschert! Als es zu unserer ersten Landung kommen sollte, war es extrem windig und zu gefährlich, sodass wir auf heißen Kohlen warten mussten. Das Team versuchte mit den Zodiacs an Land zu gehen, doch war es zu gefährlich. Da die Ocean Nova allerdings ein kleines Schiff ist, steuerten wir stattdessen Half Moon Island an. Diese kleine vor Wind geschützte Insel war ideal, da die See weniger rau war und wir so auch unseren ersten Landgang genießen konnten!

Nach dem Mittagessen ging es dann nach Fort Point, wo wir das erste Mal eine größere Anzahl von Pinguine und auch Seelöwen bestaunen konnten. Glücklicherweise wurden uns Stiefel zur Verfügung gestellt, da es teilweise sehr rutschig war.

Kajak fahren in der Antarktis

Tag 5: Foyn Harbour + Cuverville Island

Am Tag 5 begannen wir mit einem Zodiac Cruise, hierbei sitzen maximal 9 Leute in einem Boot und wir cruisen durch die Gegend. Ehrlich gesagt war das mitunter meine liebste Beschäftigung, da man viel näher an das Eis und auch die Tiere kommen konnte. Zwei Dinge haben diese Tour aber noch besser gemacht, denn zum einen konnten wir das alte Schiff begutachten, welches dort zum Teil gesunken ist und zum anderen sind wir als einzige (in der ganzen Saison) mit dem Zodiac auf eine Eisscholle gefahren.

Nach dem Mittagessen ging es dann wieder an Land bei Cuverville Island. Es handelt sich hierbei wieder um eine Insel, die bedeckt ist mit Pinguinen – TAUSENDEN! Zu dieser Zeit waren sie am Paaren, sodass wir zuschauen konnten, wie die kleinen Kreaturen Steine für die Nester gesammelt haben.

Antarktis Orcas
Foto: Veronica Ibanez

Tag 6: Neko Harbour + Paradise Bay

Oh Mann, Tag 6 war der beste Tag meines Lebens und ich kann immer noch nicht fassen, wie unglaublich es war! Neben einer wunderschönen Aussicht in Neko Harbour (Plus eine gute Wanderung bis oben auf den Berg). Es war auch das erste Mal, dass wir wirklich den Kontinenten Antarktis betreten haben und nicht mehr „nur“ die Inseln. Der ganze Tag war ein absoluter Traum und hätte nicht besser sein können. Nach unserem Trip zu Neko Harbour haben wir dann im Paradise Bay noch einen weiteren Zodiac Cruise gemacht und sogar eine Lawine gesehen! Man konnte schon hören wie das Eis am Knacksen war und wir wussten, dass es früher oder später passieren wird.

Antarktis Reise – Den siebten Kontinenten entdecken

Das Beste kam allerdings zum Schluss. Ich wollte unbedingt Orcas sehen und am Ende des Tages saßen wir alle oben an Deck als plötzlich Jemand auf etwas zeigte, dass sich in der Ferne bewegte. Ich war mir sicher, dass es „nur“ Buckelwale seien, die wir zur Genüge gesehen habe (jaja, richtig verwöhnt). Dennoch beschloss ich meine Jacke und Kamera zu holen und halleluja, zum Glück habe ich das gemacht! Nur wenige Minuten später war das Schiff umringt von 25 bis 30 Orcas! Ich mein, schaut euch die Bilder und das Video an!

Wie toll dieser Tag war, habe ich auch nochmal in diesem Artikel thematisiert:

GEDANKENPOST: EIN WAHR GEWORDENER TRAUM

Polar Plunge Antarktis
Foto: Veronica Ibanez

Tag 7: Whalers Bay + Polar Plunge!

Ich konnte die Nacht zuvor kaum schlafen, da es so unglaublich war! Tag 7 war unser letzter richtiger Tag in der antarktischen Peninsula und wir sahen eine andere Seite des Kontinentes mit Whalers Bay. Nicht nur optisch ist es anders als Alles, was wir vorher gesehen haben, sondern zugleich wurden hier damals Wale getötet und verarbeitet. Demnach gab es reichlich Wal Knochen und alte Häuser zu bestaunen.

Später wurde es dann nochmal richtig kalt…wir sind in das antarktische Wasser gesprungen! Ich musste es einfach machen, wann hat man schon mal die Chance? Es gibt auch ein Video, welches ich euch hier verlinken werde!

Tag 8 + 9: Drake Passage

Der Rückweg war halb so schlimm, es gab kaum Wellen und wir genossen einfach die letzten Tage. Es wurden kleine Partys veranstaltet, Spiele gespielt, das unglaubliche Essen genossen und alles in allem war es einfach schön! Irgendwie war es total die harmonische und positive Stimmung, was selbst die Crew bemerkte. Sie meinten, dass sie noch nie so eine Gruppe hatten, die so offen, freundliche und einfach abenteuerlustig waren und das kann ich nur unterstreichen. Wir hatten so ein unglaubliches Glück, nicht nur, dass wir die Antarktis so erleben konnten, wie wir es getan haben, sondern auch mit den Leuten.

Tag 10: Zurück in Ushuaia

„All things come to an end“ und so auch leider die Antarktis Reise. Ich denke aber das für mich persönlich 10 Tage optimal waren. So war es vorbei, als es am schönsten war. Wir haben uns alle voneinander verabschiedet, Nummern ausgetauscht und mit vielen Menschen habe ich immer noch Kontakt.

Sicherlich ein Trip den ich NIEMALS vergessen werde!

Antarktis Reise – Den siebten Kontinenten entdecken
Foto: Veronica Ibanez

Was haben wir gesehen?

Wir haben einiges gesehen, doch am einfachsten ist es wohl euch dies an den Übersichten zu zeigen, die uns im Anschluss der Antarktis Reise geschickt wurden. Einfach draufklicken und schon werden die Tabellen größer.

Fazit zu meiner Antarktis Reise

Wenn du die Chance hast die Antarktis zu bereisen, dann mache es! Ich habe das Glück gehabt bereits viele Ecken der Welt zu sehen, aber nichts, wirklich gar nichts lässt sich mit der Antarktis vergleichen. Es war ein absoluter Traum, ein Traum der Realität geworden ist und nun immer ein Teil von mir sein wird.

Hast du noch Fragen bezüglich der Reise in die Antarktis? Dann stelle sie mir doch gerne in den Kommentaren!

Hier noch mal die Artikel zu der Antarktis, die bereits online sind:

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2 Kommentare

  1. 30. August 2020 / 7:14

    Bei den Orcas empfinde ich puren Neid!🙈😀 Dichter geht es ja nun wirklich kaum noch. Gratulation.:) Und deine Worte zu den kleinen Schiffen kann ich nur unterstreichen. Der Seegang schlägt zwar intensiver durch, dafür sind die Möglichkeiten viiiiiiiiel größer.:) Und eine Frage habe ich auch noch: Wieso warst du noch nie in den nördlichen Polarregionen?:) Zumindest könnte ich dazu nichts finden…

  2. 30. August 2020 / 17:01

    Da hast du ja wirklich etwas ganz Besonderes erleben dürfen- danke fürs Mitnehmen.
    Liebe Grüße!

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