5 Fakten zum Día de los Muertos (Tag der Toten)

5 Fakten zum Día de los Muertos (Tag der Toten)
Quelle: unsplash.com / Joackim Weiler

Der Día de los Muertos ist für manche Menschen in Europa schon ein Begriff, was vor allem an den beeindruckenden Bildern liegt. Was genau dahinter steckt, erfährst du in diesem Artikel.

Was haben Zuckerschädel, Ringelblumen und Monarchfalter gemeinsam? So wie Kürbisse, Hexen und schwarze Katzen sind sie wesentliche Symbole von Halloween. Auch sie werden als Gegenstände mit einem Feiertag in Verbindung gebracht: Día de los Muertos, oder Tag der Toten.

Hier sind die 5 Fakten zum Día de los Muertos

1. Es ist nicht dasselbe wie Halloween

Während Halloween am 31. Oktober gefeiert wird, wird der Día de los Muertos direkt danach, am 2. November, gefeiert. Viele Gemeinden, die den Día de los Muertos feiern, feiern auch Halloween.

2. Der Ursprung liegt in Mexiko und Mittelamerika.

Der Día de los Muertos stammt ursprünglich aus dem alten Mesoamerika (Mexiko und dem nördlichen Mittelamerika), wo indigene Gruppen, darunter Azteken, Maya und Tolteken, bestimmte Zeiten hatten, in denen sie ihrer verstorbenen Angehörigen gedachten. Bestimmte Monate waren dem Gedenken an die Verstorbenen gewidmet, je nachdem, ob der Verstorbene ein Erwachsener oder ein Kind war.

Nach der Ankunft der Spanier war dieses Ritual des Totengedenkens mit zwei spanischen Feiertagen verflochten: Allerheiligen (1. November) und Allerseelen (2. November). Der Tag des Todes wird oft am 1. November gefeiert, um der verstorbenen Kinder zu gedenken, und am 2. November zu Ehren der Erwachsenen.

Heute wird der Día de los Muertos vor allem in Mexiko und einigen Teilen Mittel- und Südamerikas gefeiert. In letzter Zeit ist er bei den lateinamerikanischen Gemeinschaften im Ausland, auch in den Vereinigten Staaten, immer beliebter geworden.

5 Fakten zum Día de los Muertos (Tag der Toten)
Quelle: unsplash.com / Valeria Almaraz

3. Es ist eine Feier des Lebens, nicht des Todes

Die alten Mesoamerikaner glaubten, dass der Tod Teil des Lebensweges sei. Anstatt dass der Tod das Leben beendet, glaubten sie, dass aus dem Tod neues Leben entsteht.

Der Tag des Todes ist eine Gelegenheit, an das Leben verstorbener Angehöriger zu erinnern und es zu feiern. Wie jede andere Feier ist auch der Tag des Todes von Musik und Tanz erfüllt. Zu den populären Tänzen gehört La Danza de los Viejitos, der Tanz der kleinen alten Männer, bei dem Jungen und junge Männer sich als alte Männer verkleiden, zusammengekauert herumlaufen und plötzlich in einem energischen Tanz aufspringen. Ein anderer Tanz ist La Danza de los Tecuanes, der Tanz der Jaguare, der Landarbeiter auf der Jagd nach einem Jaguar zeigt.

4. Die Ofrenda ist ein zentraler Bestandteil

Die Ofrenda ist oft das bekannteste Symbol des Tag des Todes. Dieser provisorische Altar ist eine Möglichkeit für Familien, ihre Lieben zu ehren und ihnen das zu geben, was sie auf ihrer Reise brauchen. Sie legen Bilder der Verstorbenen nieder, zusammen mit Gegenständen, die ihnen gehörten, und Gegenständen, die an ihr Leben erinnern.

Jede Ofrenda enthält auch die vier Elemente: Wasser, Wind, Erde und Feuer. Wasser wird in einem Krug gelassen, damit die Geister ihren Durst stillen können. Papel picado, oder traditionelle Papierbanner, repräsentieren den Wind. Die Erde wird durch Nahrung repräsentiert, insbesondere durch Brot. Kerzen werden oft in Form eines Kreuzes belassen, um die Himmelsrichtungen darzustellen, damit die Geister ihren Weg finden können.

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Quelle: unsplash.com / Salvador Altamirano

5. Blumen, Schmetterlinge und Totenköpfe werden typischerweise als Symbole verwendet

Die Cempasúchil, eine in Mexiko heimische Ringelblumenart, wird oft auf Ofrendas und um Gräber herum platziert. Mit ihrem starken Duft und ihrer lebhaften Farbe bilden die Blütenblätter einen Weg, der die Geister vom Friedhof zu den Häusern ihrer Familien führt.

Monarchschmetterlinge spielen am Tag des Todes eine Rolle, weil man glaubt, dass sie die Geister der Verstorbenen festhalten. Dieser Glaube rührt daher, dass die ersten Monarchen jeweils am 1. November, der mit dem Día de los Muertos zusammenfällt, für den Winter in Mexiko eintreffen.

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