
Meine Reise in Kürze: Ich war 2019 rund zwei Monate allein in Kolumbien, davon einen ganzen Monat auf San Andrés. Meine Stationen: Bogotá, Medellín, Cali, San Andrés und Providencia. Unterwegs war ich mit Bus, Inlandsflügen und Fähre, und auf den Inseln habe ich meinen Open-Water-Tauchschein gemacht. Für eine erste Reise lässt sich das gut auf drei Wochen verdichten. Mein Tipp: Wenn du kannst, bleib länger.
Kolumbien war für mich eine der schönsten Reisen überhaupt, und die Karibikinseln San Andrés und Providencia haben mich komplett umgehauen. In diesem Guide zeige ich dir meine Route und wie du sie in drei Wochen schaffst. Meine Reise war 2019. Wo ich mich auf Recherche stütze oder sich seitdem etwas geändert haben kann, sage ich dir das dazu.
Inhaltsverzeichnis
Ist Kolumbien sicher? Meine Erfahrung allein
Ich war allein unterwegs und hatte insgesamt eine gute Zeit. In Medellín hatte ich das Glück, einen Local an meiner Seite zu haben, das macht vieles leichter. Cali kam mir dagegen etwas unsicherer vor, dort war ich vorsichtiger. Die üblichen Regeln gelten überall: nachts nicht allein durch unbekannte Viertel, keine Wertsachen offen zeigen („no dar papaya“, wie man in Kolumbien sagt) und aufs Bauchgefühl hören.
Weil das Thema so wichtig ist, habe ich ihm einen eigenen Artikel gewidmet: Ist Kolumbien sicher für Frauen? – dort teile ich meine ehrlichen Erfahrungen und konkrete Tipps.
Meine Route als 3-Wochen-Version
- Tag 1–3: Bogotá, Hauptstadt auf 2.600 Metern
- Tag 4–8: Medellín
- Tag 9–11: Cali
- Tag 12–21: San Andrés & Providencia, Karibik, Tauchen, runterkommen
Ich selbst war zwei Monate unterwegs und allein einen Monat auf San Andrés. Wenn du nur drei Wochen hast, würde ich trotzdem mindestens zehn Tage für die Inseln einplanen.


Außer dem Tauchen habe ich keine geführten Touren gebucht. Wenn du in den Städten Ausflüge mit Guide machen möchtest, findest du Angebote hier: Kolumbien-Touren auf Viator ansehen*
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Etappe 1: Bogotá – ankommen auf 2.600 Metern
Die Hauptstadt liegt hoch in den Anden, nimm dir also ein, zwei Tage zum Akklimatisieren. Ich habe hier, wie auf dem Festland meistens, im Hostel übernachtet.
Etappe 2: Medellín
In Medellín habe ich bei einem Freund gewohnt und die Stadt mit ihm als Local kennengelernt. Das war für mich der beste Weg, die Stadt zu erleben. Beliebte Ausflüge sind die Comuna 13 und der Tagesausflug nach Guatapé.
Etappe 3: Cali
Cali gilt als Salsa-Hauptstadt Kolumbiens. Ehrlich gesagt hat sich die Stadt für mich als alleinreisende Frau etwas unsicherer angefühlt als Bogotá oder Medellín. Ich war hier vorsichtiger unterwegs, vor allem abends.
Etappe 4: San Andrés & Providencia – mein Highlight
Die Inseln waren für mich das Schönste an der ganzen Reise. Einen ganzen Monat habe ich auf San Andrés verbracht. Über Volunteering in einem Hostel, das es heute leider nicht mehr gibt, hatte ich dort eine kostenlose Unterkunft. Auf San Andrés und Providencia habe ich meinen Open-Water-Tauchschein gemacht, und das Wasser ist so klar, dass ich mir kaum einen schöneren Ort dafür vorstellen kann. Nach Providencia bin ich mit der Fähre gefahren.

Gut zu wissen (recherchiert): Für San Andrés brauchst du eine Touristenkarte, die du vor dem Abflug vom Festland kaufst. Providencia wurde nach meinem Besuch im November 2020 von Hurrikan Iota schwer getroffen. Prüfe vor der Reise, wie die Lage vor Ort und die Verbindungen aktuell sind.
Mehr zur Insel findest du in meinem San-Andrés-Guide, und Tauchtipps in meinem Beitrag zu den besten Tauchurlauben.
Alternative: Kaffeeregion, Cartagena & Tayrona (nicht selbst bereist)
Diese Orte stehen auf vielen klassischen Kolumbien-Routen, ich war aber selbst nicht dort. Wer statt Cali und den Inseln lieber diese Strecke möchte:
- Kaffeeregion rund um Salento: Kaffeefincas und das Valle de Cocora mit seinen Wachspalmen.
- Cartagena: koloniale Altstadt an der Karibikküste.
- Tayrona-Nationalpark bei Santa Marta: Dschungel, der direkt auf Strände trifft.
Unterwegs: Bus, Inlandsflug und Fähre
Ich habe alles kombiniert: Busse für kürzere Strecken, Inlandsflüge für die weiten Wege und die Fähre zwischen den Inseln. Kolumbien ist groß und bergig, Busfahrten zwischen den Städten dauern oft lange. Für weite Strecken lohnen sich Inlandsflüge, zum Beispiel mit Avianca, LATAM oder Wingo (recherchiert, Stand 2026).
Was kostet eine Kolumbien Rundreise in 3 Wochen?
Meine eigenen Kosten sind kein guter Maßstab: Ich habe in Hostels geschlafen, in Medellín bei einem Freund gewohnt und auf San Andrés über Volunteering kostenlos übernachtet.
Richtwerte pro Person (recherchiert, Stand 2026, ohne internationalen Flug):
- Backpacker (Hostels, Busse, lokale Küche): ca. 900–1.400 €
- Mittelklasse (Mix aus Flügen und Bus, schöne Unterkünfte, Touren): ca. 1.500–2.300 €
- Komfort (Boutique-Hotels, viele Inlandsflüge, Privattouren): ab ca. 2.800 €
Essen und Transport vor Ort sind günstig. Das Menú del día in lokalen Restaurants bekommst du oft für wenige Euro.
Beste Reisezeit für Kolumbien
Kolumbien liegt nahe am Äquator und ist ganzjährig bereisbar. Als angenehmste Zeiten gelten die Trockenzeiten von Dezember bis März sowie Juli und August. Durch die Höhenunterschiede reist du durch mehrere Klimazonen, vom kühlen Bogotá bis zur heißen Karibik. Pack also für beides.
Häufige Fragen zur Kolumbien Rundreise
Reichen 3 Wochen für Kolumbien?
Für eine erste Runde ja. Ich war zwei Monate dort, davon einen auf San Andrés, und wäre trotzdem gern länger geblieben.
Ist Kolumbien sicher für alleinreisende Frauen?
Ich war allein unterwegs. In Medellín hatte ich einen Local an meiner Seite, Cali kam mir etwas unsicherer vor. Mit den üblichen Vorsichtsregeln und etwas Bauchgefühl ist das Land gut machbar.
Wie komme ich nach San Andrés und Providencia?
Nach San Andrés fliegst du vom Festland. Vor dem Abflug brauchst du eine Touristenkarte für die Insel. Von San Andrés nach Providencia geht es per Fähre oder mit einem kleinen Flugzeug. Ich bin mit der Fähre gefahren.
Kann man auf San Andrés tauchen lernen?
Ja. Ich habe auf San Andrés und Providencia meinen Open-Water-Schein gemacht. Das Wasser ist klar und warm, für mich einer der schönsten Orte, um tauchen zu lernen.
Wann ist die beste Reisezeit für Kolumbien?
Kolumbien ist ganzjährig bereisbar. Als angenehmste Monate gelten die Trockenzeiten von Dezember bis März sowie Juli und August.
Mein Fazit
Kolumbien hat mich begeistert, allen voran San Andrés und Providencia. Als alleinreisende Frau würde ich jederzeit wieder hinfahren, mit etwas mehr Vorsicht in Cali. Mein wichtigster Tipp: Plane mehr Zeit ein, als du denkst, und unterschätze die Inseln nicht.
Weitere Routen: Meine Mexiko Rundreise in 3 Wochen und die Costa Rica Rundreise in 2 Wochen. Näher dran, gleiches Prinzip: meine Italien Rundreise mit dem Auto in 14 Tagen.



Yvonne Karnath schreibt seit 2011 über das Alleinreisen als Frau. Sie lebt in Austin, Texas, und reist von dort regelmäßig, vor allem durch Lateinamerika: Mexiko hat sie seit 2016 über zehnmal bereist, dazu Kolumbien, Guatemala, Belize, Costa Rica und Kuba. Außerdem war sie in Südostasien unterwegs, unter anderem in Thailand, auf Bali und den Philippinen, und insgesamt auf allen sieben Kontinenten, auch in der Antarktis. Was sie selbst erlebt hat, erzählt sie aus erster Hand. Wo sie sich auf Recherche stützt, sagt sie das dazu.