Peru, Namibia, Norwegen – Natur in all ihren Farben erleben

Peru, Namibia, Norwegen - Natur in all ihren Farben erleben

Bereit für die Farben der Welt? Wenn es im Herbst und Winter draußen grau wird, wünschen sich viele Deutsche so schnell wie möglich Urlaub im Süden. Das Farbenspiel der Natur, das in der Stadt häufig verloren geht, lässt sich überall auf dieser Welt entdecken, wenn man nur genau hinsieht. Allerdings gibt es einige Orte, die von surrealer Schönheit sind und zu den farbenfrohen Gegenden auf dem Planeten zählen.

Farben der Welt: Regenbogenberg in Peru

Mit einer Höhe von 5200 Metern ist der bunte Vinicunca südöstlich von Cusco im Süden Perus eine surreale Erscheinung der Natur. Die sieben verschiedenen Farben, die in Streifen parallel zueinander verlaufen, geben dem Berg seinen Namen, denn er wird als Regenbogenberg bezeichnet.

Peru, Namibia, Norwegen - Natur in all ihren Farben erleben

Die Farben auf dem Vinicunca sind den uralten Sedimentschichten, die im Laufe von Millionen von Jahren gebildet wurden, geschuldet. Lange Zeit wusste niemand von dem außergewöhnlichen Farbenspiel, da der Berg von einer dicken Eis- und Schneeschicht bedeckt war. Durch den Klimawandel und das Schmelzen der Schneeschichten zeigten sich die bunten Gesteinsschichten.

Die farbenfrohe Erhebung des Andengebirges ist eine beliebte Touristenattraktion. Viele UrlauberInnen buchen eine Tagestour und erklimmen den bunten Riesen. In Ein- oder Mehrtägige-Touren erreicht man den Berggipfel und kann in einer Lodge auf dem wunderschönen Berg nächtigen.

Ausgangsort ist meist die kleine Stadt Cusco, von der aus ein Shuttle sich zur auf 4.000 Meter Höhe gelegenen Ort Quesiuno aufmacht. Das Dorf ist Ausgangspunkt der meisten Touren auf den bunten Berg. Mit der richtigen Ausrüstung ist es ein Abenteuer, dass auf einem ausgedehnten Trip durch Peru nicht fehlen sollte.

Bolivien

Farben der Welt: Leuchtende Salzwüste, Bolivien

Mehr als 10.000 Quadratkilometer ist er groß, der Salar de Uyuni in Bolivien. Die größte Salzwüste der Welt diente früher großen Dampfloks als Transportstrecke von verschiedenen Bodenschätzen, zum größten Teil Salz aus dem Südwesten Bolivien zur Pazifikküste von Chile. Bis heute stehen die alten Eisenbahnen am Ortsrand von Uyuni und sind beliebte Fotolocations für Touris.

Rund zehn Milliarden Tonnen Salz bilden die größte Salzwüste der Welt. Wobei es sich genau genommen um einen Salzsee handelt. Entstanden ist die weiße Weite durch Plattenverschiebung, die den ursprünglichen Minchin-See schon vor Millionen von Jahren vom Meer trennte. Nachdem der See ausgetrocknet war, blieb die riesige Fläche Salzboden. In der Regenzeit ab Dezember wird die Wüste wieder teilweise zum See und atemberaubende Reflexionen entstehen. 

Es ist fraglich, wie lange dieses Naturwunder noch so bestehen bleibt. Viele EinwohnerInnen wünschen sich einen Schutz durch die Umwidmung zum Nationalpark. Andere glauben, dass die Salzwüste bald dem Lithiumabbau zum Opfer fallen könnte, denn unter der Eisschicht liegt das kostbare Mineral, das für die Herstellung von technischen Geräten eingesetzt wird.

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Nationalpark Valley of Flowers, Uttarakhand

In diesem indischen Nationalpark werden Herbstträume wahr. Das Farbenspiel der Natur ist kaum woanders so vielfältig und atemberaubend wie hier. Schon die abgelegene Lage macht den Ort zu etwas ganz Besonderem. Ein 17-kilometerlanger Weg auf über 3.000 Meter Seehöhe am Rande des Himalaya-Gebirges führt zum Nationalpark Valley of Flowers in Uttarakhand.

Durch die weite Entfernung von dicht besiedelten Räumen und wenig menschlichem Eingriff in die Natur, gepaart mit der Höhe, konnte sich unglaublich variantenreiche Flora entwickeln. BotanikerInnen aus aller Welt kommen hier her, um das Naturschauspiel der alpinen Pflanzen zu bestaunen. 

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Besonders im Frühling, wenn Weidenröschen blühen, Gelber Flachs und Viola Pilosa sich zeigen und Wildrosen die schroffen Felsen erklimmen, entsteht eine einzigartige Stimmung. Und auch der Herbst gilt als besonders beliebte Jahreszeit für einen Besuch im Valley of Flowers.

Die schönsten Indian Summer Fotos kommen nicht nur aus Amerika und Neuseeland, auch in Indien und speziell im Nationalpark von Uttarakhand leuchten die Wälder in vielfältigen Gelb-, Orange- und Rottönen. Wer Glück hat, trifft bei der Wanderung sogar ein paar tierische Bewohner, denn im Nationalpark sind Schneeleoparden, Kragenbären und Blauschafe heimisch.

Wüste von Namibia

Farben der Welt: Namib Wüste, Namibia

Unter Wüste verstehen die meisten Menschen ein tendenziell lebensfeindliches Umfeld. Hier wachsen keine Bäume oder Sträucher und auch Tiere suchen sich tendenziell andere Lebensräume. Genau deshalb erhielt die rund 2.000 Kilometer lange Wüste wohl ihren Namen, den Namib bedeutet so viel wie „Leerer Platz“. Sie ist die älteste Wüste der Welt und existiert bereits seit rund 20 Millionen Jahren. Bis zu 70 Grad heiß kann es zwischen den versteinerten Sanddünen werden. 

An einem Ort wie diesem müssen Lebewesen erfinderisch sein und so hat sich eine ganz eigene überlebensfähige Flora und Fauna in der weitestgehend roten Wüste gebildet. Die Wüstenpflanze Welwitschia Mirabilis oder der Nebeltrinker-Käfer überleben durch die Luftfeuchtigkeit, die aufgrund der hohen Hitze in Kombination mit den Passatwindströmen entsteht. 

Strand

Die kräftigen Wüstenfarben, weshalb es die Namib Wüste in diese Auflistung geschafft hat, entstehen je nach Sonnenstand und Luftfeuchtigkeit. Besonders die weltbekannte, imposante „Big Daddy Düne“ leuchtet in den unterschiedlichsten Farben.

Bilderbuchstrände, Sansibar 

Weiße Sandstrände, saftige, grüne Palmen und blaues, strahlendes Meer, wie man es nur von Postkarten kennt, das gibt es auf Sansibar. Kaum ein anderer Platz auf der Welt ist so bekannt für dieses Naturschauspiel wie die Insel von Tansania. In dem afrikanischen Land gehört Sansibar auf jeden Fall auf die Bucket Liste

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Der unverwechselbare Anblick bleibt allen UrlauberInnen im Gedächtnis. Wenn hier die Sonne untergeht und der Horizont rot leuchtet, gibt es kaum einen idyllischeren Ort auf der Welt. Zur Zeit der Ebbe bricht das Meer erst direkt am Korallenriff, und der strahlend weiße Strand, an dem sich meterhohe Palmen wiegen, wird noch breiter.

Die Insel ist klein und daher lassen sich die persönlichen Hotspots schnell ausfindig machen. Wer allerdings nur wenig Zeit mitbringt, sollte sich am besten vorab über die besten Buchten informieren. Natürlich sind die schönsten Strände Sansibars oft gut besucht, das ändert aber nichts an den traumhaften Gegebenheiten vor Ort. Zu den Top-Zielen gehören der Kizimkazi Beach und der Paje Beach. Beide bringen alles mit, was man von einem Strandtag auf Sansibar erwartet.

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Farben der Welt: Nordlichter, Norwegen

Um Polarlichter zu sehen, muss man nicht in die Arktis oder auf den Nordpol reisen. Das meist grün schimmernde Licht sieht man zur richtigen Jahreszeit auch im Norden von Norwegen. Nicht nur die Nordlichter sind dort faszinierend, die ganze Landschaft ist unvergleichlich. Im Winter liegt hier viel Schnee und besonders die Lofoten sind beliebtes Reiseziel vieler Touristen. Hier gibt es kaum Lichtverschmutzung, die perfekte Ausgangssituation um das Spektakel am Himmel zu erleben. 

Ein guter Ort, um auf die Suche nach dem grün-violetten Licht zu gehen, ist Tromsø. Die kleine Stadt liegt weit im Norden und ist für ihre Nordlicht-Touren bekannt. Besonders die gute Anbindung mit dem Flugzeug macht es zum beliebten Reiseziel im Polarlichtoval. Aber auch im restlichen Norden des Landes bis zum Nordkap stehen die Chancen hoch, die Aurora borealis zu sehen.

Für alle, die das erste Mal auf die Suche gehen, empfiehlt sich eine geführte Tour. In großen oder kleinen Gruppen wird der Anblick zum echten Abenteuer. Für unvergessliche Atmosphäre sorgen Lagerfeuer, Snacks und heißer Tee. Im besten Fall knipsen die Guides auch noch die perfekten Fotos von dem unvergleichlichen Erlebnis.

Die buntesten Orte verändern sich

Die Welt erscheint in unvergleichlichem Licht, egal wo man hinsieht. Die Farben der Natur sind bereits vor tausenden Jahren in Lyrik und Poesie besungen und beschrieben worden. Heute sind viele der traumhaften Orte denkmalgeschützt, bei anderen besteht die Gefahr, als Weltkulturerbe verloren zu gehen.

Wer die unvergleichlichen Plätze besuchen möchte, sollte daher immer behutsam vorgehen. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, den eigenen Müll nicht in der Natur zu hinterlassen und einheimische Menschen zu respektieren.

Aber auch von Zuhause aus kann viel getan werden, um die vielfältige Natur unserer Erde zu schützen, denn es gibt noch viel mehr solcher fantastischen Orte, die gewürdigt und erhalten werden müssen.

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